Raumfähre Atlantis : Schlegel kommt einen Tag später zurück

Nach seinem geglückten Außeneinsatz im All kann sich der deutsche Astronaut Hans Schlegel nun auf seine Heimkehr auf die Erde freuen. Allerdings hält die Arbeit im Weltraumlabor "Columbus" die Forscher noch ein wenig länger auf, als geplant.

OberpfaffenhofenDer deutsche Astronaut Hans Schlegel landet voraussichtlich erst kommenden Mittwoch wieder auf der Erde. Die US-Raumfähre "Atlantis" kehrt einen Tag später als geplant zurück. Die Zeit soll genutzt werden, um zusätzliche Experimente des neuen Weltraumlabors "Columbus" zu beginnen, sagte Michael Müller, Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen. Vom dortigen "Columbus"-Kontrollzentrum werden die wissenschaftlichen Experimente koordiniert und die Systeme im Labor gesteuert.

Die "Atlantis" mit insgesamt sieben Astronauten soll dem neuen Plan nach am kommenden Montag von der Internationalen Raumstation ISS ablegen und am Mittwoch um 15:06 MEZ am Kennedy Space Center in Florida landen. Während Schlegel mit zur Erde fliegt, wird sein französischer Kollege Léopold Eyharts rund zwei Monate im All bleiben. Zuletzt war die Landung wegen des um 24 Stunden verspäteten ersten Außeneinsatzes auf Dienstag verschoben worden. Die "Atlantis" hatte "Columbus" zur ISS gebracht. Beim zweiten Außeneinsatz hatten Schlegel und sein US-Kollegen Rex Walheim am Mittwoch einen Stickstofftank für das äußere Kühlsystem der ISS ausgewechselt.

Bei dem dritten Außeneinsatz an diesem Freitag wollen Walheim und der US-Astronaut Stanley Love Außenexperimente vorbereiten. Dabei sollen zwei Container mit den Experimenten namens "Solar" und "Eutef" angebracht werden. "Solar" soll Auswirkungen der Sonneneinstrahlung untersuchen. Bei "Eutef" werden verschiedene Organismen den Bedingungen des Weltraums ausgesetzt, darunter extremen Temperaturwechseln, Vakuum und kosmischer Strahlung. Es geht für künftige längere Missionen darum festzustellen, ob die Organismen einfach absterben oder resistenter werden. Ziel ist letztlich die Versorgung künftiger Astronauten auf Langzeitflügen. (dpa)

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