Raumfahrt : Esa sucht neue Generation von Astronauten

Wer schon immer mal eine Reise zum Mond machen wollte, kann sich nun bei der Esa bewerben. Vier Plätze sind zu vergeben - bei bis zu 50.000 Bewerbern. Für Frauen stehen die Chancen allerdings besser als für Männer.

ParisErstmals seit mehr als 15 Jahren sucht die Europäische Raumfahrtagentur Esa wieder Astronauten. Zwischen 27 und 37 Jahre alt, mit sehr guten Englischkenntnissen, naturwissenschaftlichen Kenntnissen und Teamgeist - so stellt sich die Esa ihren künftigen Raumfahrer vor. Die Agentur startete am Freitag ein neues Auswahlverfahren, bei dem sie vier neue Astronauten für Weltraummissionen ab 2012 oder 2013 finden will.

Bewerben dürfen sich Bürger aus allen 17 Mitgliedsstaaten der Esa, darunter Deutschland. Mit rund 20.000 bis 50.000 Bewerbern rechnet die Agentur nach eigenen Angaben. "Frauen sind willkommen, aber nur wenige bewerben sich", sagte der Chef der achtköpfigen Esa-Astronauten-Gruppe, Michel Tognini.

Flug zum Mars ist möglich

Den auserwählten Astronauten winkt nicht nur ein Aufenthalt auf der Internatioanlen Raumstation ISS. Auch für mögliche Flüge zum Mond und zum Mars könnten sie gebucht werden, sagte der Direktor des französischen Zentrums für Weltraumstudien CNES, Jean-Jacques Favier. Aber "als Astronaut verbringt man tatsächlich nur wenig Zeit im Weltraum", warnte der Schweizer Raumfahrer Claude Nicollier die Aspiranten. Die meiste Zeit müsse dem Training und dem Erlernen spezieller technischer Fähigkeiten gewidmet werden.

Die erste Auswahlrunde soll laut Esa am 19. Mai starten. Eine Reihe psychologischer, medizinischer und Geschicklichkeitstests sowie Interviews folgen. Die Sieger werden dann 2009 bekanntgegeben. Zuletzt hatte die Esa 1992 ein Auswahlverfahren für Astronauten gestartet, davor 1978. (sf/AFP)

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