Reise :   RECHT & REISE 

Unverbindlich Wird in einem Tageszeitungsartikel im Rahmen einer Reiseberichterstattung behauptet, dass „das Reisebüro bei der Suche nach dem besten Preis hilft“, so bindet dies das in dem Beitrag erwähnte Reisebüro nicht. Denn dieser Aussage sei nicht zu entnehmen, „dass der angebotene Preis in jedem Fall billiger ist als derjenige der Konkurrenz“, so das Gericht. Verantwortlich dafür, eine Reise zum besten Preis einzukaufen, sei immer noch der Kunde. Dafür müsse er sich die Mühe machen, „die Preise mit denjenigen anderer Reisebüros zu vergleichen oder sich um anderweitige günstige Angebote zu bemühen“. (Oberlandesgericht Celle, Aktenzeichen: 11 U 202/08)

Gebäckreste im Pool Treiben im Hotelpool Gebäckreste, die vermutlich von Kindern mit ins Wasser getragen worden sind, so handelt es sich dabei um eine „typische Erscheinung des Massentourismus“. Das gelte jedenfalls bei einer billigen Pauschalreise mit entsprechender Unterkunft. Mit dieser Begründung verweigerte das Gericht einem Pauschaltouristen die Anerkennung einer nachträglichen Reisepreisminderung – zumal mit Rücksicht darauf, dass im Nachbarhotel ein sauberes Schwimmbecken, das ebenfalls von den Gästen genutzt werden durfte, zur Verfügung stand. (Amtsgericht Düsseldorf, Aktenzeichen: 27 C 8283/08)

Vorbehaltlos Erhält ein Urlauber, der bei seinem Reiseveranstalter Mängel reklamiert hatte, einen Brief, mit dem ihm „zur Abgeltung aller Ansprüche“ ein Scheckbetrag angeboten wird, so kommt ein Abfindungsvergleich zustande, wenn er einen daraufhin eingehenden Scheck ohne Vorbehaltserklärung einlöst. (Landgericht Frankfurt am Main, Aktenzeichen: 2/24 S 149/07) büs

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