Die Chronik der Sea Cloud : Ein Großsegler unterwegs in der Geschichte

Fast spannender und abwechslungsreicher als ein Abenteuerroman. So liest sich die Geschichte der Sea Cloud. Von einer Privatjacht, Pearl Habor und Pazifikreisen lesen Sie hier...

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Volle Fahrt voraus! - Die "Hussar" mit vollen Segeln. Die Geschichte des Schiffes ist fast spannender als ein Abenteuerroman. Die heutige "Sea Cloud" wurde 1931 auf der Germania Werft in Kiel erbaut...Weitere Bilder anzeigen
Foto: Hansa Treuhand
28.11.2011 12:23Volle Fahrt voraus! - Die "Hussar" mit vollen Segeln. Die Geschichte des Schiffes ist fast spannender als ein Abenteuerroman. Die...

Der 5-Sterne-Großsegler Sea Cloud ist eine Viermastbark, die im Jahre 1931 im Auftrag des US-amerikanischen Multimillionärs und Börsenmaklers Edward Francis Hutton (1875-1962) unter dem Namen Hussar für Huttons Ehefrau Marjorie Merriweather Post gebaut und ausgerüstet wurde. Die Motoryacht mit der Takelage einer Viermastbark war in ihrer Zeit die größte und luxuriöseste je gebaute Privatsegelyacht der Welt.

 Die heutige Sea Cloud wurde am Sonnabend, 24. April 1931 als „Hussar“ auf der Germaniawerft in Kiel von der Frau des Kapitäns, einer Frau Lawson, getauft.  Die Kieler Neuesten Nachrichten berichteten in ihrer Ausgabe vom 25. April 1931 über den Stapellauf:„Bei einer Länge von 93,27 Meter, einer Breite von 14,94 Meter und einer Seitenhöhe von 8,53 Meter wird die Bark eine Verdrängung von 3000 Tonnen haben.

Der Neubau ist dadurch bemerkenswert, dass er als Hilfsantrieb mit einer Diesel-elektrischen Anlage ausgerüstet ist. Den Strom erzeugen vier kompressorlose, nicht umsteuerbare Viertakt-Krupp-Dieselmotoren, die in sechs Zylindern eine Leistung von je 800 effektiven Pferdestärken entwickeln. Den eigentlichen Antrieb übernehmen zwei Elektromotoren von etwa 2700 effektiven Pferdestärken Leistung, die dem Schiff eine Geschwindigkeit von etwa 14 Knoten verleihen werden. (…). Mit vollem Zeug wird der Segler eine Gesamtsegelfläche von etwa 3328 Quadratmeter haben.“

Die Vereinigten Staaten wurden Ende 1941 durch den Überfall der Japaner auf Pearl Harbour in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen. Und schon kurz darauf begann die Navy, Privatyachten für die Verstärkung der Flotte zu akquirieren und für die U-Boot-Jagd, für Patrouillenfahrten und für die Wetterbeobachtung auszurüsten. Die Sea Cloud wurde an der Ostküste der Vereinigten Staaten eingesetzt. Während alle anderen Yachteigner ihre Schiffe im Krieg verloren oder an die Navy verkauft hatten, war die Sea Cloud unmittelbar nach dem Kriegsende das einzige private Luxusschiff dieser Größe, das sich noch in Fahrt befand.

 Nach dem Verkauf des Großseglers 1955 gab es dann einige dunkle Kapitel in der Entwicklungsgeschichte der einstmals mondänen Privatyacht – bis sie 1978 von einer Gruppe Hamburger Reeder und Kaufleute entdeckt und zu neuem Leben erweckt wurde. Weiteres zur Geschichte findet sich unter www.seacloud.com.

 

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