RÄTSELN & Reisen : Am Strand von Oristano – Kurztrip nach Sardinien

Ein 750 Hektar großer Pinienwald und ein viereinhalb Kilometer langer Sandstrand erstrecken sich an der Westküste Sardiniens auf der Halbinsel Sinis. Dort im Wald, gleich hinter den Dünen liegt das Fünf-Sterne-Hotel Travel Charme Hotel Is Arenas, das in diesem Sommer eröffnen wird. Der Gewinner unseres heutigen Rätsels wird dort bereits erwartet, für vier Nächte steht ein Doppelzimmer für ihn und eine Begleitperson bereit. Und den Flug ab Berlin gibt es auch dazu.

Die Lage des Hotels Is Arenas zeichnet sich nicht nur durch die Lage nahe einem herrlichen Strand, sondern auch dadurch aus, dass die Provinzhauptstadt Oristano nur etwa 20 Kilometer entfernt ist. Unweit des Westzipfels der Halbinsel Sinis, in der Nähe der zerklüfteten Felsformationen von Capo Mannun, liegen zudem die Sandstrände von Is Arutas und Mari Ermi.

1. ANTIKES

Die Provinzhauptstadt Oristano wurde 1070 gegründet. Die Gründung erfolgte nicht ganz freiwillig. Genau genommen war es ein großer Umzug. Die Einwohner kamen aus dem Westen von der Halbinsel Sinis. Diese 20 Kilometer lange Halbinsel war ständig Piratenangriffen ausgesetzt. Deshalb beschloss man, etwas weiter im Landesinneren zu siedeln. Häuser wurden Stein für Stein abgebaut und im heutigen Oristano wieder aufgebaut. Die Reste der alten römischen Stadt auf der Halbinsel Sinis aus dem 3. Jahrhundert vor Christus sind heute ein archäologischer Glanzpunkt Sardiniens. Wie heißt diese alte römische Stadt auf der Halbinsel Sinis?

2. FESTLICHES

Das eindrucksvolle Reiterfest „Sa Sartiglia“ ist das wichtigste Fest der Region. Es findet immer am Faschingssonntag statt. Da aber zur Faschingszeit meist nur wenige Touristen dem Spektakel beiwohnen, hat man sich entschieden, im Sommer eine kleinere Version des Reiterkarnevals zu veranstalten, das Sartigliedda Estiva. In welchem Monat findet der extra für die Touristen veranstaltete Reiterkarneval von Oristano statt?

3. SCHWIMMENDES

An der Westküste Sardiniens liegt der See Stagno di Cabras. Er gilt als eines der fischreichsten Gewässer Italiens. Früher gehörte der See einer Adelsfamilie, die bestimmte, wer was wie wann und wo aus dem See holen durfte. Das Fischen war zudem nur in speziellen Booten, den sogenannten Fassonis, erlaubt. Das hat sich in den 1980er Jahren zwar geändert, doch die leichten Boote sind heute keineswegs Geschichte. Auch wenn man sie im lokalen Museum von Cabras findet, lebt die Tradition der Fassonis weiter. Aus welchem besonderen Material bestehen diese Boote?

4. PIKANTES

Fast die Hälfte der italienischen Schafsmilchproduktion stammt aus Sardinien. Und seit römische Unternehmer auf der Insel um 1890 die ersten industriellen Käsereien einrichteten, wird eine Schafskäseart in alle Welt exportiert. Es gibt den Käse jung oder alt, mild und würzig, gesalzen und ungesalzen, abgelagert oder auch geräuchert. In ähnlicher Form kann man ihn auch auf dem Festland kaufen. Der Käse heißt dort auch fast genauso. Hängt jedoch der Zusatz „sardo“ an der Bezeichnung, weiß der Kenner, dass der Käse aus Sardinien stammt. Wie heißt die bekannteste Schafskäse-Spezialität aus Sardinien?

5. FALSCHES

Sardischer Schafskäse ist ein Genuss – im Allgemeinen. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, und eine Ausnahme dürfte der „casu marzu“ sein. Der Verkauf dieser Variante des Schafskäses ist allerdings heute verboten. Ist es doch ein Käse, den man in die Sonne legt, bis sich Maden im Inneren gebildet haben. Die Maden wiederum sondern ein Enzym ab, das den Käse allmählich in eine braune, sehr scharf schmeckende Masse verwandelt, die manchem besonders gut mundet.

Interessant hört sich auch der „miele sardo“ an. Diese Spezialität besteht aus fein zerkleinerten Innereien des Schafs, vermischt mit Weizengrütze, Thymian, Rosmarin, Pfeffer, Salz und sehr viel Honig. Die Masse wird in einen Schafsmagen gefüllt, noch einmal dick mit Honig bestrichen und schließlich mehrere Stunden lang in einem Keramikgefäß im Ofen allmählich gegart.

Wem beide Leckereien nicht so zusagen, kann sich einen Schluck Filu e’ Ferru genehmigen. Übersetzt heißt dieser kräftige klare Tresterbranntwein „Eisendraht“. Der Name erinnert an die Zeiten, als das Brennen von Schnaps noch mit strengen Auflagen verbunden war. Also wurde heimlich gebrannt, versteckt unter der Erde. Nur ein Eisendraht führte zur unterirdischen Destille.

Welche Spezialität gibt es nicht? ajö

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