Wikinger Reisen : Der Deutschen Lust

Wandertouren sind auch bei Wikinger Reisen immer häufiger gefragt.

von
Niedlich – und schützenswert: Gorillajunges in Uganda
Niedlich – und schützenswert: Gorillajunges in UgandaFoto: Miguel Acenero Angel

Faulenzen im Urlaub war früher. Vor allem Deutsche wollen in den Ferien jetzt vor allem eins: Bewegung. Entsprechend dürfen sie sich bei Wikinger Reisen die Hände reiben.

Das 1969 im westfälischen Hagen gegründete Familienunternehmen kann Jahr für Jahr steigende Gästezahlen und Umsatz vermelden. 50643 Menschen reisten 2014 mit Wikinger, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 7,8 Prozent. Ein Umsatz von 82,2 Millionen Euro konnte verbucht werden. „Wir wollen weiter wachsen“, sagte Daniel Kraus, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, jetzt in Berlin. Für das Jahr 2017 hoffe er, „die 100-Millionengrenze zu knacken“.

Und hat daher schon fürs kommende Jahr 99 neue Reisen aufgelegt. Etliche davon sind solche „zu Fuß“. Und weil „vor allem Touren mit höherem Wanderanteil zunehmend Anhänger gewinnen“, bietet Wikinger auch die Möglichkeit, Australien, Brasilien oder Mexiko per pedes zu entdecken. Auch die Azoren sollen, individuell oder als geführtes Trekking, entdeckt werden. Wahlweise als Hopping im Inseldreieck „Triangulo“ mit Standorten auf Faial, Pico und São Jorge. Oder als Standortprogramm auf der Hauptinsel São Miguel. Die Isle of Man (ab 1440 Euro) lässt sich ebenso erwandern wie die Färöer (ab 2465 Euro) oder – ganz klassisch – das Oberengadin in der Schweiz (ab 1240 Euro).

Nur zwei Prozent der Urlauber zahlten die atmosfair-Ausgleichsabgabe

Zudem werden Radreisen immer stärker nachgefragt. Der Katalog „Rad-Urlaub weltweit – individuell + geführt“ hat allein 162 Seiten. Neu darin sind etwa die Angebote in Uganda, Australien und Jordanien.

Wer nicht so weit fliegen will, bleibt in den klassischen Radler-Destinationen Holland, Dänemark oder auch Ostfriesland. Dort gibt’s natürlich viele Touren. Doch auch die Lüneburger Heide oder Rügen können Wikinger-Reisende entdecken – auf Wunsch geführt.

Apropos fliegen: Obwohl viele Urlauber nach eigenem Bekunden gern „nachhaltig“ unterwegs sein wollen, zahlten laut Daniel Kraus nur zwei Prozent die atmosfair-Ausgleichsabgabe, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Das Unternehmen geht indes mit gutem Beispiel voran. Es unterstützt unter anderem ein Waldschutzprojekt in Kanada und Wiederaufforstungsprojekte in Chile. Wikinger Reisen kooperiert zudem mit dem WWF. Der guten Sache wegen. Aber auch, wie Kraus zugibt, „um dadurch noch bekannter zu werden“. Ein Mosaiksteinchen mehr, um zu wachsen und in den Top 20 der deutschen Reiseveranstalter weiter nach oben zu kommen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben