Rekordkälte : Extreme Minusgrade fordern erstes Menschenleben

Deutschland hat die bislang kälteste Nacht dieses Winters erlebt. Im sächsischen Delitzsch sanken die Temperaturen auf minus 26 Grad. In Thüringen erfror eine Frau.

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Die Eiseskälte hat Deutschland derzeit fest im Griff. -Foto: ddp

KölnEine 78-jährige Frau ist in der Nacht zum Montag in Weimar erfroren. Ein Zeitungszusteller fand die Tote am Morgen in einer Gartenanlage, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Dabei handelt es sich um eine demenzkranke Bewohnerin eines Altenheims, die seit Sonntagabend vermisst worden war. Die Polizei hatte unter anderem mit Hunden und einem Hubschrauber erfolglos nach der Frau gesucht.

Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia ließ Hoch "Angelika" am Dienstagmorgen vor allem in Osten des Landes die Temperaturen in den Keller fallen. Im sächsischen Delitzsch wurde mit minus 26 Grad Celsius der Spitzenwert gemessen, wie Meteorologe Donald Bäcker im ARD-"Morgenmagazin" mitteilte. Auch im Berliner Umland war es minus 19 Grad bitterkalt.

Am Dienstag bleibt es vom Schwarzwald bis zu den Alpen trüb und gelegentlich fällt noch ein wenig Schnee. Sonst ist es in Deutschland trocken und meist sonnig, im Norden ziehen am Nachmittag allmählich dichtere Wolken auf und bringen am späten Abend erste Schneeflocken. Der Wind weht im Süden mäßig aus Nordost, im Norden kommt frischer Südwestwind auf, der an der See am Abend stark wird. Die Höchstwerte liegen verbreitet zwischen minus zwölf und minus vier Grad, an der See bei plus zwei Grad, teilte der Wetterdienst meteomedia mit.

Am Mittwoch Regen und Nebel

Am Mittwoch zieht eine schwache Front mit Schneefall von Nordwesten bis zu den nördlichen Mittelgebirgen. An der Nordsee geht der Schnee zum Teil in Regen über. In der Mitte und im Süden bleibt es meist sonnig und trocken, in den Niederungen vor allem des Alpenvorlandes kann sich teils zäher Hochnebel halten. Im Süden ist es schwach windig, im Norden schwächt sich der zunächst noch kräftige Westwind ab und dreht auf Nord. Die Temperaturen steigen im Norden auf Null bis plus vier Grad, sonst bleibt es frostig bei minus acht bis minus ein Grad.

Der Donnerstag präsentiert sich bei lockerer Bewölkung meist recht sonnig. Im Süden hält sich gebietsweise Hochnebel, und im äußersten Norden ziehen am Nachmittag wieder kompaktere Wolkenfelder durch. Die Temperaturen ändern sich nur wenig: Im Süden und in der Mitte liegen die Höchstwerte bei minus sieben bis minus zwei Grad, im Norden werden minus ein bis plus vier Grad erreicht. (feh/dpa/ddp)

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