Scheeßel : Das war das Hurricane 2012

26.06.2012 11:08 Uhrvon
Zehntausende Fans, großartige Musik - das ist das Hurricane. Foto: dpa
Zehntausende Fans, großartige Musik - das ist das Hurricane. - Foto: dpa

Jedes Jahr verwandelt sich Scheeßel, 12000-Einwohner-Gemeinde zwischen Bremen und Hamburg, für drei Tage in eine Großstadt, immer dann, wenn das Indie-Rock-Festival Hurricane auf dem Eichenring, einer ehemaligen Speedway-Sandbahn, einzieht. Unser Bericht vom Hurricane 2012.

Knapp 75000 Zuschauer kamen zum Hurricane 2012, um 98 Bands auf drei offenen Bühnen und einem Zelt zu erleben. Als Top-Acts traten die Ärzte aus Berlin, The Cure und Blink 182 an, dazu Bands wie Kraftklub, Florence and the Machine, Oasis-Bruder Noel Gallagher mit seiner neuen Band, Kettcar, The Kooks, K.I.Z. sowie Mumford and Sons - lobenswert, Marcus Mumford legte trotz gebrochener Hand am Samstag einen großen Auftritt hin.

Als größte Zugnummer am ersten Tag, dem Freitag, erwies sich allerdings die deutsche Fußballnationalmannschaft. 45000 kamen auf dem angrenzenden Campinggelände zum Public Viewing beim EM-Viertelfinale gegen Griechenland.

Schwerer hatten es da The XX, die gleichzeitig spielten, zwischendurch die Tore ansagten (aber nur die für Deutschland) und sich bei dem Publikum bedankte, das trotzdem gekommen war. Ausgerechnet die Sportfreunde Stiller traten dann ebenfalls gegen die Fußballer an, allerdings erst in der Mitte der zweiten Halbzeit.

Fans beim Hurricane:

Die ersten anderthalb zwei Tage verliefen bemerkenswert friedlich, zehn Körperverletzungen zählte die Polizei und zwei Festnahmen wegen Bengalos während der Fußballübertragung. In jeder anderen 75000 Einwohner Stadt passiert wahrscheinlich mehr an einem Wochenende.

Das schöne Wetter der ersten beiden Tage hielt allerdings nicht an, am Sonntag setzte der Regen ein. Das Festival endete am Sonntag mit den Auftritten von den Ärzten, New Order und Fritz Kalkbrenner.

Wissens - Test

Service
Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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