Scheidungskrieg : McCartney hält Tonbänder unter Verschluss

Im Rosenkrieg mit seiner Noch-Ehefrau Heather Mills hat Ex-Beatle Paul McCartney die Veröffentlichung privater Tonbänder seiner ersten Frau Linda verhindert. Diese seien "Dynamit", so ein nicht genannter Insider.

London - Die 15 Bänder mit insgesamt 20 Stunden Tonaufzeichungen enthielten die "intimsten Gedanken" der 1998 verstorbenen Linda über ihre Beziehung zu McCartney und zeichneten offenbar ein "alternatives" Bild ihrer 29-jährigen Ehe, die im Showbusiness immer als vorbildlich galt, berichtete der "Daily Mirror". McCartney fürchte, dass die Aufnahmen Mills im Scheidungskrieg als Munition dienen könnten und habe ihrem Besitzer Peter Cox von seinen Anwälten unter Prozessdrohungen die Zusage abgerungen, die Bänder nicht zu veröffentlichen.

Linda rede sich auf den Tonbändern, wie in einer Beichte die Sorgen vom Herzen und offenbare Gefühle, die sie nicht einmal ihren engsten Freunden und Verwandten anvertraut habe. Die Ehe zwischen Linda und Paul McCartney galt stets als harmonisch und mustergültig. Linda starb 1998 im Alter von 56 Jahren an Krebs. Ein Jahr später lernte der Ex-Beatle seine heutige zweite Frau Heather kennen.

Mehrfach körperlich misshandelt

Heather Mills hatte McCartney vor wenigen Tagen in ihren Scheidungspapieren vorgeworfen, sie mehrfach körperlich misshandelt zu haben. Ihr Sprecher sagte dem "Daily Mirror", Mills wisse von der Existenz der intimen Tonbänder mit den Aufzeichnungen Linda McCartneys, wolle aber keinen Kommentar abgeben. Ein Freund des Ex-Models sagte dem Blatt, die Tonbänder könnten eine entscheidende Rolle im Scheidungsprozess spielen.

Dem Bericht zufolge sind die Aufnahmen im Besitz von Lindas Freund Peter Cox, mit dem zusammen sie ein vegetarisches Kochbuch geschrieben hatte. Sollte Cox im Scheidungsprozess vorgeladen werden, werde er aussagen, schrieb das Blatt. Er habe trotz seiner engen Freundschaft zu Linda stets ein schlechtes Verhältnis zu McCartney gehabt und habe es bis heute nicht verwunden, dass er nicht zu Lindas Beerdigung eingeladen wurde. (tso/AFP)

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