Welt : Schneise der Verwüstung

Mindestens 36 Menschen sterben bei Tornadoserie in den USA / Schwere Schäden in vielen Staaten.

Aufräumarbeiten in Harrisburg, wo die Stürme ebenfalls tobten. Foto: AFP
Aufräumarbeiten in Harrisburg, wo die Stürme ebenfalls tobten. Foto: AFPFoto: AFP

Washington - Eine Serie von mehr als 85 Tornados hat am Freitag zentrale Bundesstaaten der USA von Alabama bis Indiana heimgesucht. Nach Berichten von Fernsehsendern kamen mindestens 36 Menschen ums Leben. Helfer suchten mit Hochdruck nach Verschütteten. Der nationale Wetterdienst sprach von einem „gewaltigen Ausbruch“ und gab Tornadowarnungen für mindestens sieben Bundesstaaten heraus. Mit am schwersten betroffen war Indiana, wo den Berichten zufolge mindestens 19 Menschen ums Leben kamen. 13 Tote gab es laut Weather Channel in Kentucky, drei in Ohio und einen in Alabama.

Im Süden von Indiana wurden die beiden Ortschaften Marysville und Henrysville mit jeweils rund 2000 Einwohnern besonders schwer von den Stürmen getroffen. Marysville sei quasi dem Erdboden gleichgemacht worden, hieß es. Allein in diesem Gebiet seien acht Menschen ums Leben gekommen.

In der Schule von Henrysville hatten die Schüler noch in ihren Klassen gesessen, als der heftige Sturm über den Ort hereinbrach. Alle hätten überlebt, nur einige seien leicht verletzt worden, teilte das Büro des örtlichen Sheriffs mit. In der Stadt allerdings habe es schwere Schäden gegeben.

Das Rote Kreuz öffnete allein in Indiana drei Notunterkünfte. Der Gouverneur des US-Bundesstaats, Mitch Daniels, sagte US-Medien zufolge, erst am Samstag sei eine abschließende Bestandsaufnahme möglich. Im benachbarten Kentucky rief Gouverneur Steve Beshear den landesweiten Notstand aus.

Die Unwetterfront habe sich bis in die Südstaaten Alabama, Kentucky und Tennessee erstreckt. Eine über einen Kilometer lange Schneise der Verwüstung hätten die Wirbelstürme bei Chattanooga in Tennessee geschlagen. Dutzende Häuser seien zerstört worden. Zwei Twister hätten im Nordosten Alabamas Gebiete verwüstet, dort seien unter anderem ein Gefängnis sowie auch eine Schule getroffen worden.

Erst kürzlich waren bis zu 20 Tornados über die Bundesstaaten Illinois und Missouri im Mittleren Westen sowie über Tennessee hinweggefegt. Mindestens zwölf Menschen starben, Hunderte wurden verletzt, Tausende obdachlos. dpa

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