Welt : Schwere Unfälle fordern acht Menschenleben auf deutschen Autobahnen

Dramatische Unfälle haben am Wochenende acht Menschenleben auf Deutschlands Autobahnen gefordert. In Baden-Württemberg riss ein 42-jähriger Falschfahrer drei junge Menschen mit sich in den Tod. Nur ein 22-Jähriger überlebte den Unfall schwer verletzt. Im regen Reiseverkehr saßen am Wochenende tausende Urlaubsheimkehrer auf Deutschlands Autobahnen fest. Die heißen Sommertage verabschiedeten sich mit Regen und Sturm. In der Schweiz und in Frankreich und Italien kamen bei schweren Unwettern mehrere Menschen ums Leben.

Nach einer Massenkarambolage im Nebel auf der Autobahn A7 stand der Verkehr allein am Samstagmorgen zwischen Hamburg und Flensburg auf 23 Kilometer Länge. Bei Neumünster waren mehr als 20 Autos und ein Lkw in drei Unfälle verwickelt, teilte die Polizei mit. Fünf Menschen wurden leicht verletzt. Auf den Autobahnen in Rheinland- Pfalz, Hessen und Bayern starben vier Menschen bei schweren Unfällen. Kilometerlang staute sich der Verkehr nach einem Unfall eines Lkw mit einem Reisebus auf der Autobahn A1 in Niedersachsen am Samstagabend. Der Lkw-Fahrer wurde schwer, zwei Businsassen leicht verletzt.

Vor allem in Bayern bildeten sich in Richtung Norden und Süden Staus durch starken Reiseverkehr. Auf der Strecke von Salzburg nach München standen die Autos am Samstag auf 40 Kilometern Stoßstange an Stoßstange. Auch am Sonntag kam es noch zu Kolonnenbildung. Völlig überlastet war am Samstag in Österreich die Katschberg-Bundesstraße, da der Tauerntunnel nach wie vor gesperrt ist.

Im Südwesten Deutschlands tobten in der Nacht zu Samstag schwere Gewittern. Blitzeinschläge verursachten in Baden-Württemberg Millionenschäden. Das Tief "Oleg" macht das Warten auf die Sonnenfinsternis zudem spannend. Noch sind sich die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach nicht sicher, ob und wo sich das Naturspektakel hinter dicken Wolken verstecken wird. Zu Beginn der Woche werden in in Deutschland noch Temperaturen zwischen 22 Grad an der See und 30 Grad in Sachsen erwartet. Am Dienstag und Mittwoch sorgt frischere Meeresluft für Abkühlung bis auf 18 Grad.

Schwere Unwetter in Südwestfrankreich forderten am Wochenende fünf Menschenleben und zahlreiche Verletzte. In der Schweiz starb ein Mann, ein Mensch wird vermisst. In Österreich wurden bei Unwettern zahlreiche Häuser überflutet, sechs Personen mussten nach Angaben des österreichischen Fernsehens mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden. Drei italienische Pfadfinderinnen kamen Samstag in Norditalien in einem Bergbach um. Die zwölf und dreizehn Jahre alten Mädchen hatten ihr Zelt nahe des Baches aufgestellt, der durch heftigen Gewitterregen plötzlich über die Ufer trat und die Mädchen mitriss. Griechenland steht dagegen eine Hitze-Welle mit Temperaturen bis zu 40 Grad ab Sonntag bevor.

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