Welt : Sicherheitssystem im Visier

Das nach Angaben der Deutschen Bahn AG bewährte System der Zwangsbremsung ist in Deutschland seit Jahrzehnten im Einsatz. Sollte ein Lokführer ein Haltesignal übersehen oder zu spät bremsen, wird der Zug automatisch gestoppt. Dieses System nennt sich "Induktive Zugbeeinflussung". Vor und hinter den Signalen sind die Gleise mit Magneten ausgerüstet. In den Lokomotiven befindet sich ein Gegenstück dazu. Wenn das Signal auf Rot steht, wird der Magnet aktiviert.

Sollte nun eine Lok über den Magneten hinwegfahren, kommt ein "Dialog" zwischen dem Gleis- und dem Lokgerät zu Stande, wie Bahn-Sprecher Nikolaus Jöckel erläuterte. Das löst die Zwangsbremsung aus, die der Lokführer nicht beeinflussen kann. Dieses System wird auch zur Kontrolle von Geschwindigkeitsbegrenzungen eingesetzt. Fährt ein Lokführer zu schnell, wird sein Zug ebenfalls gestoppt. Alle Zwangsbremsungen hält der Fahrtenschreiber der Lok fest. Ein Problem könne entstehen, wenn der Halteweg zu kurz sei, sagte Jöckel. Zwangsbremsungen kommen nach Angaben Jöckels ständig vor - wenn ein Lokführer sich "verbremst", also die Bremsung einen Moment zu spät einleitet.

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