Sömmerda : Schwester des toten Leon weiter in Klinik

Die zweijährige Schwester des im thüringischen Sömmerda verdursteten Säuglings wird weiterhin in einem Krankenhaus betreut. Wo sie nach dem Klink-Aufenthalt leben wird, ist noch nicht entschieden.

Sömmerda - Möglich sei sowohl eine Betreuung im Kinderheim als auch in einer Pflegefamilie. Die kleine Lena war wegen Flüssigkeitsmangels in die Klinik gebracht worden. Es hätten sich bereits mehrere Pflegeeltern beworben, sagte die Sprecherin weiter. Außerdem habe es Angebote für Sachspenden gegeben. Hilfreicher sei es jedoch, Geld zu spenden, das dem Mädchen zugute komme. Das Landratsamt hat dafür ein Spendenkonto bei der Sparkasse Mittelthüringen eingerichtet.

Die Sömmerdaer Lokalredaktion der "Thüringer Allgemeinen" will nach eigenen Angaben am 13. Januar ein Benefizkonzert für das Mädchen veranstalten. Dabei sollten vor allem Kindergarten- und Schulkinder auftreten. Die Eintrittsgelder sowie zusätzliche Spenden würden auf das Spendenkonto fließen.

In der vergangenen Woche hatten Polizei und Jugendamt den knapp zehn Monate alten Bruder des Mädchens tot in der Wohnung seiner Mutter gefunden. Der kleine Leon war verdurstet. Die Mutter hatte ihre Kinder nach eigenen Angaben nur noch gelegentlich versorgt, weil sie sich überfordert fühlte. (tso/ddp)

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