Statistik : Deutsche werden immer älter

Die Lebenserwartung der Deutschen steigt weiter: Ein neugeborenes Mädchen kann sich mittlerweile statistisch gesehen auf 82,3 Lebensjahre freuen. Doch nach wie vor gibt es Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern.

WiesbadenDie Lebenserwartung der Deutschen steigt weiter. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, werden neugeborene Mädchen im Durchschnitt 82,3 Jahre leben, Jungen 76,9 Jahre. Basis der Berechnung ist die neue Sterbetafel aus den Jahren 2005 bis 2007, die sich aus den Daten über die Gestorbenen und die Durchschnittsbevölkerung speist. Nach der alten Tabelle betrug die durchschnittliche Lebenserwartung der weiblichen Säuglinge 82,1 Jahre und die der männlichen 76,6 Jahre. Bei den Todesursachen liegen Herz- oder Kreislaufkrankheiten weiter an der Spitze, gefolgt von Krebserkrankungen.

Auch die Lebenserwartung älterer Menschen wächst. So können 60-jährige Männer mit noch durchschnittlich 20,7 Jahren rechnen undgleichaltrige Frauen sogar mit 24,6 Jahren. Nach der alten Sterbetafel waren es durchschnittlich 24,5 Jahre. Aus der aktuellen Sterbetafel lässt sich auch ablesen, dass statistisch gesehen jeder zweite Mann zumindest 79 Jahre alt wird. Unter den Frauen kann jede zweite sogar ihren 85. Geburtstag erleben. 89 Prozent der Männer und 94 Prozent der Frauen können zumindest das 60. Lebensjahr vollenden.

Im früheren Bundesgebiet ist die Lebenserwartung nach wie vor etwas höher als in den neuen Bundesländern. Die im Westen neugeborenen Jungen erreichen demnach 77,2 Jahre, die im Osten geborenen 75,8 Jahre. Bei den Mädchen beträgt der Abstand zugunsten der im Westen geborenen Kinder (82,3 Jahre) 0,3 Jahre.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben häufigste Todesursache

43 Prozent der Bevölkerung sterben an Herz-/Kreislaufproblemen. Diese Krankheiten betreffen insbesondere ältere Menschen: 91 Prozent der Gestorbenen (358.683) waren über 65 Jahre alt. Da Frauen im Durchschnitt älter werden als Männer, starben diese entsprechend häufiger an einer Herz-/Kreislauferkrankung. Häufigster Fall innerhalb dieser Gruppe sind Herzinfarkte, an ihnen starben 61.040 Menschen, davon waren 55 Prozent Männer.

Mehr als ein Viertel aller Gestorbenen (113.405 Männer und 98.360 Frauen) erlag einem Krebsleiden. Bei den Männern waren bösartige Tumore der Verdauungsorgane (36.312 Sterbefälle) und der Atmungsorgane (30.702) die häufigste Ursache. Bei den Frauen dominierten bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane (31.880 Sterbefälle), gefolgt von bösartigen Tumoren der Brustdrüse (16.780).

3,7 Prozent aller Todesfälle sind auf Verletzungen und Vergiftungen zurückzuführen. Von den 9402 Menschen, die 2007 freiwillig aus dem Leben schieden, waren 75 Prozent Männer.(jam/dpa/ddp)

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