Welt : Stehend in den Urlaub

Auf den Autobahnen herrschte am Samstag Hochbetrieb – die Temperatur steigt heute auf 36 Grad

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München/Hamburg/Wien (dpa). Mit RekordStaus und langen Wartezeiten unter sengender Sonne hat für viele Deutsche am Samstag die Fahrt in den Urlaub begonnen. Kilometerlange Blechlawinen wälzten sich nach dem Ferienbeginn im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen Richtung Süden und Norden. Auch auf bayerischen Autobahnen kam es zu Staus und stockendem Verkehr.

Für die Daheimgebliebenen könnte es am heutigen Sonntag Temperaturen von bis zu 36 Grad geben. Vor allem für den Süden Deutschlands sagen die Meteorologen Hitze voraus. In Spanien und Portugal stöhnen die Menschen bei Werten um 43 Grad.

Bereits um 5 Uhr morgens stockte am Samstag der Verkehr auf der Autobahn München-Salzburg auf einer Länge von rund 35 Kilometern. Offenkundig hatten auch viele Bayern mit dem Start in den Urlaub gewartet und fuhren erst an diesem Wochenende Richtung Süden. „Jetzt haben wir den Stau, mit dem wir schon vergangenes Wochenende gerechnet hatten“, sagte eine Polizeisprecherin. Auch Richtung Nord- und Ostsee rollten endlose Blechlawinen. Bereits am Vormittag ging es auf den Autobahnen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bei dichtem Verkehr nur noch langsam voran. Auf der Autobahn 1 Richtung Hamburg kam der Verkehr auf einer Strecke von 30 Kilometern zum Erliegen, bei Osnabrück standen die Ferienfahrer vorübergehend in einem 25 Kilometer langen Stau. Vor der Autoverladung nach Sylt im nordfriesischen Niebüll stand eine mehr als vier Kilometer lange Schlange. Auf der Insel Rügen staute sich der Verkehr vor dem Rügendamm in Richtung Stralsund auf bis zu 20 Kilometern. Reisende in Richtung Polen mussten am Grenzübergang Pomellen bei der Pkw-Abfertigung bis zu vier Stunden warten. Auch im Ausland steckten Urlauber in langen Wagen-Kolonnen fest.

In Österreich kam der Verkehr schon am Morgen vor dem Tauerntunnel auf 21 Kilometern Länge zum Erliegen. Auch an der österreichisch-ungarischen Grenze bei Nickelsdorf mussten Urlauber vier Stunden Wartezeit hinnehmen. In Frankreich steckten Ferienfahrer in Staus von insgesamt 700 Kilometern Länge fest. Von den Warnungen vor diesem „schwarzen Samstag“ zu Beginn des Ferienmonats August lassen sich die Franzosen aber traditionell nicht abschrecken. Vor dem Gotthard-Tunnel standen die Fahrer auf einer Strecke von zwölf Kilometern.

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