Telekom-Werbung : Ranicki will nicht gewusst haben, worum es geht

Marcel Reich-Ranicki ist in die Kritik geraten, weil er trotz seines Ausbruchs bei der Fernsehpreis-Gala Werbung fürs Fernsehen macht. Nun bezeichnet er die Anzeige der Telekomtochter T-Home als "Missverständnis".

Ranicki
Verwirrt? Marcel Reich-Ranicki will nicht gewusst haben, worum es in der Telekom-Werbung geht. -Foto: dpa

HamburgLiteraturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat die Telekom-Werbung mit seinem Bild als Missverständnis bezeichnet. "Ich habe gar nicht gewusst, um was es geht, die haben es ein bisschen undeutlich gesagt. Das war eine einmalige Sache als Ergebnis eines Missverständnisses!", erklärte er im Rundfunkprogramm Bayern 3 nach Angaben des Senders. Weiter betonte der 88-Jährige, er habe in seiner Rede am 11. Oktober nur die Fernsehpreis-Gala in Köln kritisiert, nicht aber das Fernsehprogramm im Allgemeinen.

Die Höhe des Honorars bleibt geheim

Nach seinem Wutausbruch beim Deutschen Fernsehpreis und seiner harschen Kritik am dort präsentierten Programm war am Wochenende in mehreren Zeitungen eine Anzeige der Telekom-Tochter T-Home erschienen, die Reich-Ranicki mit erhobenem Zeigefinger am Rednerpult zeigt. Der Text: "Bei uns findet jeder ein Fernsehprogramm, das ihm gefällt." Am Montag veröffentlichte auch der Billigflieger Ryanair eine Anzeige mit einem ähnlichen Bildausschnitt, einem Hinweis auf seine günstigen Flugpreise und dem Text: "Diesen Preis nehme ich an." Von dieser Anzeige, die er als "großer Quatsch" bezeichnete, wusste Reich-Ranicki nach eigenen Worten nichts.

Unterdessen bestätigte Frank Domagala, Pressesprecher von T-Home, einen Vertrag mit Reich-Ranicki. "Ja, dafür hat er Geld bekommen. Die Idee zur Anzeige ist spontan entstanden.", so der Sprecher zur Süddeutschen Zeitung. Man habe die öffentliche Diskussion nach der Rede beim Deutschen Fernsehpreis aufgegriffen, einen Entwurf gemacht und Reich-Ranicki gefragt, ob er mitmacht. Dieser habe glücklicherweise "relativ schnell zugesagt." Über die Höhe des Honorars wollte T-Home keine Angaben machen. (jg/dpa)

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