Thüringen : Soldat rast in Gruppe von Kameraden

Schwerer Unfall in Thüringen: In der Werratalkaserne im Bad Salzungen ist ein Bundeswehrangehöriger am Montagmorgen mit seinem Privatwagen in eine Kameradengruppe gerast. Es gibt zahlreiche Verletzte.

Susann Huster[ddp]
Werratalkaserne Foto: dpa
Der Unglücksort. Die Werratalkaserne in Bad Salzungen. -Foto: dpa

Bad SalzungenBei einem schweren Unfall auf dem Gelände einer Bundeswehrkaserne in Bad Salzungen (Thüringen) sind am Montagmorgen 13 Soldaten zum Teil schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen war ein 26-jähriger Bundeswehrangehöriger in der Dämmerung aus bisher ungeklärter Ursache mit seinem Pkw in eine Kolonne von Soldaten gefahren, wie die Bundeswehr und die Polizei in Suhl mitteilten. Der Fahrer soll die Gruppe übersehen haben. Ein Anschlag oder ein Attentat wurden ausgeschlossen.

Der Kommandeur des Panzerbataillons der Werratal-Kaserne, Philipp Leyde, geht nach eigenen Worten von einem Unfall aus. Dafür sprächen die Umstände, sagte er. Bei dem Vorfall wurden nach Bundeswehrangaben drei Soldaten schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Zur medizinischen Versorgung waren 6 Notärzte, mehr als 25 Rettungsdienstkräfte, 3 Rettungshubschrauber und 8 Rettungswagen im Einsatz. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf.

Die Onlineausgabe der „Thüringer Allgemeinen“ berichtete, dass die Soldaten vor der Waffenkammer angetreten waren, da sie zur Ausbildung auf einem nahegelegenen Truppenübungsplatz abrücken sollten. Bisher konnten weder die Verletzten noch weitere beteiligte Zeugen zum Unfallhergang befragt werden. Wie das Blatt unter Berufung auf Angaben der Polizei weiter berichtete, stand der Unfallfahrer weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss. Er sei nicht verletzt worden, stehe aber derzeit unter Schock. In der Kaserne würden die betroffenen Soldaten und deren Angehörige von einem Kriseninterventionsteam der Bundeswehr sowie einem Armee-Seelsorger betreut.

Bei dem Vorfall seien weder Waffen zum Einsatz gekommen noch seien Munition oder Sprengstoff explodiert, hieß es. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar