Welt : Tierschützer fordern: Dottie muss sterben

Annes Kampfhund hatte den Lieblingscorgi der Queen zerfleischt – die ist Chefin der Tierschützer

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London (dpa). Britische Tierschützer fordern den Tod von Prinzessin Annes Bullterrier Dottie. Er soll nach Medienberichten vom Sonntag sterben, nachdem er vor Weihnachten den Lieblingscorgi von ElizabethII. zerfleischt hatte. Der „augenscheinlich bösartige Hund“ gehöre eingeschläfert, sagte ein Sprecher der Tierschutzorganisation RSPCA.

Deren Schirmherrin ist die Queen.

„Der unberechenbare Hund hat bereits in der Vergangenheit zugebissen und jetzt getötet“, zitierte der „Sunday Telegraph“ den Sprecher. „Es ist kein Leben für einen Hund, permanent einen Maulkorb zu tragen“, fügte er hinzu. Michele Elliot von der Kinderschutz-Organisation Kidscape sagte, es sei höchste Zeit, dem Treiben des Kampfhunds ein Ende zu bereiten. „Das nächste Mal könnte ein Kind getötet werden“, sagte sie.

Bullterrier Dottie hatte im vergangenen Jahr bereits zwei Kinder schwer verletzt. Anne, die wegen der Kinder-Attacke als erstes Mitglied der königlichen Familie eine Vorstrafe hat, musste damals eine Geldstrafe zahlen und wurde zu einem speziellen Hundetraining für Dottie und dazu verpflichtet, ihren Hund draußen anzuleinen.

Sollte der Bullterrier nochmals zubeißen, könne er eingeschläfert werden, hatte der Richter damals angedroht.

Dottie hatte Queen-Corgi Pharos vor einer Woche angegriffen, als Anne für die Weihnachtstage auf Schloss Sandringham, dem ostenglischen Landsitz der Queen, eintraf. Die kurzbeinigen Corgis stürmten zur Begrüßung zur Tür. Dort ging Dottie sofort auf Pharos los und biss ihn schwer in die Hinterläufe. Das Tier musste eingeschläfert werden. Die Queen war nach Angaben eines Höflings „am Boden zerstört“. Sie war erst kurz zuvor am Knie operiert worden und humpelte auf den Kampfhund zu, um ihn von dem Corgi zu vertreiben – vergeblich.

Die Corgis gelten neben Pferderennen als einzige Leidenschaft der Queen. Gerade in den Weihnachtsferien hat sie immer Zeit für sie. Dann geht sie jeden Tag selbst mit ihnen Gassi. Ihr Fressen wird auf einem Silbertablett aufgetragen, oft von der Queen persönlich. In handgemachten Betten legen sich die Corgis zur Ruhe. Doch brave Schoßhündchen sind sie nicht. Lakaien, Butlern, Stallmeistern, Polizisten, Bodyguards und Postboten haben sie schon ins Bein gebissen. Nur Prinz Philip (82), der Gemahl der Königin, darf sich ungestraft über die „bloody dogs“, die „verdammten Hunde“, mokieren.

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