Tote in Südasien : Erdbeben erschüttert Indien

Bei einem Beben der Stärke 6,8 im Nordosten Indiens und Bangladesch kamen zahlreiche Menschen ums Leben oder wurden verletzt.

Das Beben zerstörte in Imphal viele Häuser.
Das Beben zerstörte in Imphal viele Häuser.Foto: AFP

Bei einem schweren Erdbeben sind am Montag in Südasien mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 200 Menschen wurden verletzt. Der Erdstoß erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 6,8 und erschütterte Teile Indiens, Bangladeschs, Nepals und Myanmars. Am schwersten betroffen war die indische Stadt Imphal, die Hauptstadt des nordöstlichen Bundesstaates Manipur. "Fünf Menschen wurden getötet und 33 verletzt", sagte Anurag Gupta von der Katastrophenschutzbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Ein Krankenhausvertreter in Imphal berichtete sogar von mehr als 50 Verletzten. Viele von ihnen hätten Kopfverletzungen oder Brüche an Beinen und Armen erlitten.

Die Zahl der Opfer könnte noch deutlich höher ausfallen, weil Helfer nur langsam durch die Trümmer der eingestürzten Gebäude vordrangen. In Imphal leben rund 270.000 Menschen. Auch in Bangladesch und Nepal richtete das Beben Schäden an.

Medienberichten zufolge starben in Bangladesch drei Menschen an Herzinfarkten, nach Polizeiangaben wurden mindestens 90 weitere verletzt. Allein in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Dhaka wurden nach Angaben der Polizei 40 Verletzte behandelt. Unter ihnen sei ein Student, der aus Angst aus dem vierten Stock gesprungen sei und sich lebensgefährlich verletzt habe.

Sowohl in Indien als auch in Bangladesch wurden zahlreiche Häuser zerstört. "Fast alle haben noch geschlafen, als der Stoß kam und uns aus den Betten warf", berichtete der Einwohner Deepak Shijagurumayum per Telefon aus Imphal. "Die Menschen weinten und beteten in den Straßen. Hunderte sind aus Angst vor Nachbeben stundenlang draußen geblieben."

Glimpflich verlief das Beben nach ersten Angaben von Behördensprechern in Myanmar. Dort gebe es bislang keine Berichte über Schäden oder Verletzte. (Reuters, AFP)

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