Tsunami-Gedenken : Letzte nicht identifizierte Opfer bestattet

Fast zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami in Südasien hat in Thailand die Bestattung der letzten nicht identifizierten Todesopfer begonnen.

Bangkok - Zum zweiten Jahrestag der Naturkatastrophe sind nur wenige Gedenkzeremonien geplant. An der stillen Zeremonie auf dem Friedhof Bang Maruan in der Provinz Phang Na nördlich der Ferieninsel Phuket nahmen nur eine Handvoll Polizisten und buddhistische Mönche teil. Für die unbekannten Toten waren zuvor Riten nach christlicher, buddhistischer und islamischer Tradition abgehalten worden. Die meisten waren vermutlich Gastarbeiter aus Birma.

Im Oktober und November hatten die thailändischen Behörden bereits 300 Tsunami-Opfer beigesetzt, deren Identität nicht geklärt werden konnte. Am Mittwoch sollten 50 Tote beigesetzt werden, bis Freitag sollte die letzte Gruppe von 60 Opfern folgen. Bei weiteren 103 identifizierten Tsunami-Toten warten die thailändischen Behörden weiter darauf, dass die Familien sie abholen.

Bei der schweren Flutwelle in Südasien am 26. Dezember 2004 waren in Thailand 5400 Menschen ums Leben gekommen, viele davon ausländische Urlauber. Am zweiten Jahrestag werden nur einige privat organisierte Ereignisse an die Katastrophe erinnern. Das thailändische Tourismusministerium hat nach Angaben eines Sprechers kein Geld für eine Gedenkfeier eingeplant. (tso/AFP)

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