Unwetter : Eine Tote und mehrere Verletzte

Über den Westen Deutschlands sind gestern Abend mehrere schwere Unwetter hinweg gezogen. In Köln wurde eine Frau von einer herabstürzenden Fensterscheibe getroffen. Straßen wurden überflutet, Dächer abgedeckt.

Köln/Frankfurt (28.07.2005, 09:44 Uhr) - Eine Tote, mehrere Verletzte und erhebliche Sachschäden sind die Bilanz schwerer Unwetter am Mittwochabend im Westen Deutschlands. In Köln wurde eine 33-jährige Radfahrerin von herabstürzenden Scherben einer Fensterscheibe tödlich verletzt, teilte die Polizei mit. Lebensgefährliche Verletzungen erlitt eine 52-jährige Frau, als im Kölner Stadtteil Deutz ein Baum auf ihr Auto stürzte. Mehrere Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon. Innerhalb von vier Stunden rückte die Feuerwehr Köln zu rund 220 Einsätzen aus. Bei den Einsätzen handelte es sich fast ausschließlich um Sturmschäden wie umgestürzte Bäume und abgeknickte Äste.

Im rheinland-pfälzischen St. Goarshausen rutschte auf Grund starker Regenfälle ein Hang auf die IC- und Güterverkehrsstrecke zwischen Mainz und Koblenz. Der Personenverkehr sei jedoch nicht betroffen, da die Züge über die anderer Rheinseite umgeleitet werden könnten, teilte ein Bahnsprecher mit. Die Sicherheit des Hanges soll nun geprüft werden. Eventuell müsse die Strecke für einige Tage gesperrt bleiben. Auf der linksrheinischen Seite bei Oberwesel kam der Bahnverkehr wegen umgestürzter Bäume für einige Stunden ebenfalls zum Erliegen. Vor allem im Rhein-Hunsrück-Kreis wurden Straßen überflutet, Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. In einigen Orten fiel wegen beschädigter Oberleitungen zeitweise der Strom aus.

Auch in Teilen Hessens gingen schwere Gewitter mit starken Regenfällen und orkanartigen Böen nieder. In Frankfurt verzeichnete die Feuerwehr rund 200 Einsätze. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hatten mehr als 350 Einsatzkräfte mit entwurzelten Bäumen, abgedeckten Dächern und einer voll gelaufenen Tiefgarage zu kämpfen. Durch umherfliegende Äste wurden mehrere hundert Fahrzeuge beschädigt.

Im Laufe der Nacht zogen die Unwetter weiter nach Thüringen und Sachsen-Anhalt, wo allerdings größere Schäden ausblieben. (tso)

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