Unwetter : Hurrikan rast auf Staaten der Karibik zu

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Stundenkilometern bewegt sich der Wirbelsturm "Gustav" auf die Inselstaaten in der Karibik zu. Den Menschen drohen lebensgefährliche Erdrutsche und Hochwasser.

Port-au-Prince/Santo DomingoHaiti, Kuba und Jamaika werden erneut von einem Wirbelsturm bedroht. Wie das US-Hurrikan-Zentrum in Miami am Dienstag mitteilte, bildete sich Hurrikan "Gustav" überraschend in der Nacht zum Dienstag südlich von Haiti und der Dominikanischen Republik. Den Berichten der Meteorologen zufolge entwickelt der Sturm in seinem Zentrum Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde. "Gustav" könne, bevor er Land erreicht, zu einem Hurrikan der Stufe 2 werden, hieß es.

Im Süden Haitis und in der Dominikanischen Republik kam es bereits am Dienstag zu weitflächigen Überschwemmungen in Tälern und Niederungen. Die Behörden beider Länder versetzten die betroffenen Gebiete in Alarmzustand. Es drohen lebensgefährliche Erdrutsche und Hochwasser. Erst vor wenigen Tagen waren durch den Tropensturm "Fay" auf der Insel Hispaniola, die sich die beiden Länder teilen, rund 50 Menschen ums Leben gekommen.

Dritter Hurrikan in diesem Jahr

Auch der deutsche Hurrikan-Experte Thomes Sävert vom Wetterdienst meteomedia in Bochum warnte, der Wirbelsturm "Gustav" könne zu einem sehr gefährlichen Hurrikan werden. Er bewegte sich mit 15 Kilometern pro Stunde zunächst auf den Südwesten Haitis zu. Dann wird er nach Berechnungen der Wetterforscher in nordwestlicher Richtung südlich an Kuba vorbeiziehen, um am kommenden Wochenende in den Golf von Mexiko einzudringen.

"Gustav" ist der siebte Sturm der nordatlantischen Hurrikansaison 2008 und der dritte Hurrikan. Die Saison dauert offiziell noch bis Ende November. Unterdessen hat sich der Tropensturm "Julio", der in den vergangenen Tagen über die mexikanische Halbinsel Baja California hinweggezogen war, den Wetterberichten zufolge am Dienstag aufgelöst. (ut/dpa)

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