Welt : US-Armee wirbt mit Käfigkämpfen Brutalität soll Männer in den Krieg locken

Miriam Arndts

New York - Das US-Militär wirbt junge Rekruten mit Wettkämpfen des umstrittenen und brutalen Kampfsportes „Ultimate Fighting“ an. Das berichtet die „New York Times“. Die unter aggressiven jungen Männern beliebte Sportart beinhaltet unter anderem Elemente des Wrestlings, des Boxens oder des japanischen Jiu-Jitsu und wird auch als „menschlicher Hahnenkampf“ bezeichnet. Gekämpft wird in Gitterkäfigen, erlaubt sind beispielsweise Kniestöße und Schläge aufs Ohr. Bei solchen Kämpfen kann es zu schwersten Verletzungen kommen. Der Leiter eines solchen Wettkampfes, Sergeant Jeff Yurk, sagte der „New York Times“: „Viele junge Schulabgänger sehnen sich nach einem Zugehörigkeitsgefühl. Hier haben die ,Mixed Martial Arts‘ und die Armee dieselbe Zielgruppe.“ Kürzlich organisierte das Militär eine Veranstaltung unter dem Motto „G.I.s gegen Zivilisten“, um junge, kampfeslustige Männer für die Armee zu begeistern. Auch benutzt das Militär den umstrittenen Kampfsport als Training für seine Soldaten. Der Leiter des „Modern Army Combatives Program“, Matthew C. Larsen, sagte im Interview mit der „New York Times“: „Es ist nur ein Spiel. Aber dieses Spiel kann eine Übung für die Wirklichkeit sein.“ So komme diese Art von Kampf der Realität der modernen Kriegsführung, wie sie vor allem in engen Fluren in irakischen Häusern vorkommt, sehr nahe.

Auch Marine und Luftwaffe der USA setzen in der Ausbildung ihrer Soldaten auf „Ultimate Fighting“, das als der härteste Kampfsport der Welt gilt. Zivile Mitglieder der „Mixed Martial Arts“-Profiliga sind gern gesehene Gäste an Standorten des US-Militärs. So wurde der erfolgreiche Kämpfer „Hunnington Beach Bad Boy“ zu einem Ball der „Marine Corps Air Station Miramar“ in Kalifornien als Ehrengast eingeladen. Die Einladung wurde zurückgezogen, als der Sportler ankündigte, er wolle seine Freundin, Pornostar Jenna Jameson, mitbringen. Das US-Militär brachte auch schon Kämpfer für die Profiliga hervor. Sie nehmen an Kämpfen in ganz Amerika, aber auch im Irak teil. Miriam Arndts

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