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US-Bundesstaat Kansas : Vier Tote und 14 Verletzte bei Schießerei

Ein Angestellter einer Rasenmäherfirma in den USA hat drei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt. Zuvor hatte der Mann ein Bild von sich mit seinen Waffen ins Internet gestellt.

Polizisten vor Excel Industries, einer Rasenmäherfirma. Hier hat ein Angestellter vier Menschen erschossen und 14 weitere verletzt.
Polizisten vor Excel Industries, einer Rasenmäherfirma. Hier hat ein Angestellter vier Menschen erschossen und 14 weitere...Foto: dpa

Im US-Bundesstaat Kansas hat ein Angestellter eines Rasenmäher-Herstellers in seiner Firma drei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt. Der Täter wurde von einem herbeigeeilten Polizisten erschossen, wie Sheriff T. Walton am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Zeitweise war von bis zu sieben Toten und bis zu 30 Verletzten die Rede gewesen.

Fünf Verletzte schwebten in Lebensgefahr, sagte Walton in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Die Polizei äußerte sich nicht zur Identität des Täters. Bei dem Angreifer handelt es sich nach Berichten mehrerer Lokalmedien um einen 38 Jahre alten, mehrfach vorbestraften Mann, der als Maler in der Firma gearbeitet hat. Der aus Florida stammende Mann soll sich noch vor kurzer Zeit mit zwei Schusswaffen auf seinem Facebook-Profil präsentiert haben. 

Der Mann hatte an mehrerer Stellen geschossen, sich von einem angeschossenen Mann das Auto gestohlen und war auf das Gelände seiner Firma eingedrungen, wo er als Maler gearbeitet hatte. Der Täter sei von einem einzelnen Polizisten, der als erster am Tatort eintraf gestellt und erschossen worden, sagte Walton. „Ich halte ihn für einen Helden, er hat ein Menge Menschenleben gerettet.“

Die Lage war auch nach dem Tod des Angreifers unübersichtlich. Die Gegend um das Wohnhaus des Täters war von der Polizei abgeriegelt worden. Auch in ein örtliches Krankenhaus wurden vorübergehend keine Menschen mehr eingelassen. 

Über die Motive des Täters wurde zunächst nichts bekannt. Der Sheriff sagte lediglich, der Schütze sei von "irgendetwas bewegt" worden. Als die Polizei die Wohnung des Täters durchsuchen wollte, wurde sie von seinem Mitbewohner zunächst nicht eingelassen.

In den USA gibt es aufgrund der laxen Waffengesetze immer wieder Schießereien mit hohen Opferzahlen, pro Jahr werden rund 30.000 Menschen mit Schusswaffen getötet. Versuche von Präsident Barack Obama, die Waffengesetze zu verschärfen, scheiterten stets am Widerstand der mächtigen Waffenlobby und des Kongresses. (AFP, dpa)


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