US-Musikpreis : Sechs Grammys für Beyoncé

Es war die Nacht der Frauen: Die Sängerinnen Beyoncé, Taylor Swift und Lady Gaga triumphieren bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles. Die Berliner Philharmoniker indes gingen leer aus.

Beyonce
Beyoncé hat bei den wichtigsten Musikpreisen abgeräumt. -Foto: AFP

Popsängerin Beyoncé hat in der vergangenen Nacht sechs Grammys gewonnen. Ihr Hit Single Ladies wurde auf der Preisverleihung in Los Angeles zum Song des Jahres gekürt. Mit ihm sicherte sie sich auch die Grammys für den besten R&B-Song und die beste Aufnahme einer R&B-Sängerin. Für ihre Single Halo aus dem Erfolgsalbum I Am... Sasha Fierce nahm Beyoncé den Grammy zum "Besten Pop-Song einer Sängerin" entgegen.

Den begehrtesten Preis der Grammy-Nacht hat die junge Countrysängerin Taylor Swift für ihr Bestseller-Album Fearless gewonnen. Das Nachwuchstalent stach in der Königskategorie "Album des Jahres" ihre Konkurrentinnen Beyoncé und Lady Gaga sowie die Dave Matthews Band und The Black Eyed Peas aus. Swift wurde außerdem für das beste Country-Album, den besten Song einer Country-Sängerin und den Country-Song des Jahres ausgezeichnet. Die Schock-Pop-Ikone Lady Gaga (23) durfte zwei Grammys für Poker Face nach Hause nehmen.

Die Berliner Philharmoniker, die im vergangenen Jahr einen Grammy gewannen, gingen leer aus. Sie waren mit ihrer Aufnahme von Hector Berlioz' Symphonie Fantastique unter der Leitung von Chefdirigent Simon Rattle für den begehrten Musikpreis nominiert worden. Doch den Zuschlag erhielten das Boston Symphony Orchestra und der Tanglewood Festival Chorus unter Maestro James Levine für ihre Aufführung von Maurice Ravels Daphnis Et Chloé.

Die Trophäe für die Aufnahme des Jahres ging an die Rocker Kings of Leon für ihren Song Use Somebody. Der Sänger Caleb Followill nahm den Preis strahlend entgegen und bekannte, "ich will nicht lügen. Wir sind alle schon ein bisschen beschwipst, glücklich beschwipst".

Die Black Eyed Peas gewannen den Grammy für das beste Pop-Album und zwei weitere Preise. Zum besten Rock-Album wählten die Juroren 21 Century Breakdown von Green Day. Newcomer des Jahres wurde die Zac Brown Band. Die sechs Countrysänger erhielten den Grammy für die beste Nachwuchsgruppe. Das britische Pop-Duo The Ting Tings (That's Not My Name) ging in der Kategorie leer aus. 

Michael Jackson wurde posthum mit einer 3D-Version seines Earth Song auf der Grammy-Gala geehrt. Er hatte den Song kurz vor seinem Tod im Juni für seine geplante Comeback-Tour This Is It produziert. Usher, Carrie Underwood, Céline Dion, Jennifer Hudson und Smokey Robinson sangen ihn vor Aufnahmen vom Regenwald, Mammutbäumen und Walen, die das Publikum im Staples Center von Los Angeles und Fernsehzuschauer in aller Welt mit Spezialbrillen dreidimensional sehen konnten.

Die R&B-Sängerin Mary J. Blige und der italienische Tenor Andrea Bocelli sangen auf einem Benefiz-Auftritt für Haiti Bridge Over Troubled Water von Simon & Garfunkel. Fans können sich die Version bei iTunes herunterladen: Der Erlös komme dem amerikanischen Roten Kreuz zu Gute, versprach der Musiker Wyclef Jean auf der Bühne.

Die Grammys in Form eines goldenen Grammophons sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise. Sie werden von der Organisation der Musikindustrie in 109 Kategorien verliehen.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa

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