Welt : Vermisst: Suche nach fünfjährigem Jungen

Drei Tage nach dem Verschwinden eines fünfjährigen Jungen auf Norderney haben mehr als 500 Polizisten und Helfer am Sonnabend die Suche fortgesetzt. "Wir haben inzwischen den Großteil der Insel durchkämmt - ohne Ergebnis", sagte Polizeisprecher Theo Beitelmann. "Wir gehen in erster Linie von einem Badeunfall aus." Jedoch könne auch ein Verbrechen nicht völlig ausgeschlossen werden. Der kleine Leonhard war am Mittwoch verschwunden, als er mit seiner Mutter und seiner Schwester am Strand war.

"Der Junge hatte unmittelbar vor seinem Verschwinden mit einem Eimerchen am Wasser gespielt, und das zu einer Zeit, als das Wasser ablief", sagte Beitelmann. "Da liegt der Verdacht nahe, dass ein Badeunfall vorliegt." Fahrzeuge der Wasserschutzpolizei und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sowie Taucher suchten das Wasser ab. "Man darf aber die Hoffnung nicht aufgeben, den Jungen lebend zu finden", sagte der Sprecher.

Auf der Insel suchten die Helfer zudem an Stellen, auf die Luftbildaufnahmen hingewiesen hatten. Militärjets vom Typ "Tornado" hatten die Insel am Freitag mit Wärmebildkameras fotografiert.

Zudem wurden Phantombilder eines Mannes verteilt, den Zeugen in Begleitung des Kindes gesehen haben wollten. "Es kann aber sein, dass der Unbekannte gar nichts mit dem Verschwinden des Jungen zu tun hat", sagte Beitelmann.

Leonhard hatte mit seiner Mutter und seiner Schwester einen Mutter-Kind-Urlaub auf Norderney verbracht. "Als das Mädchen Nasenbluten bekam, ließ die Mutter ihren Sohn für kurze Zeit aus den Augen", sagte Beitelmann. "Da war das Kind auf einmal weg." Nachdem die Frau zusammen mit anderen Müttern den Strand abgesucht hatte, alarmierte sie die Polizei.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben