Video : Brasilien zerstört 40.000 Handfeuerwaffen

Zum "Internationalen Tag der Waffenzerstörung" wurden in Rio am Montag 40.000 Handfeuerwaffen unschädlich gemacht, bis Jahresende sollen weitere 120.000 folgen – nicht allzu viel angesichts von 16 Millionen Waffen im Land.

Brasilien: Land endloser Strände, grenzenlosen Regenwalds und - riesiger, privater Waffenarsenale. In Rio de Janeiro bezog man am Montag in einer spektakulären Aktion Stellung gegen den illegalen Waffenbesitz. Stolze 40000 Handfeuerwaffen wurden anlässlich des "Internationalen Tages der Waffenzerstörung" publikumswirksam unschädlich gemacht. Eine in Vorbereitung auf die Fussballweltmeisterschaft 2014 gegründete Task-Force hatte seit Mai etwa 1200 Waffen am Tag eingesammelt.

Bis zum Ende des Jahres rechnet man mit weiteren 120000 freiwilligen Abgaben. Bei geschätzten 16 Millionen Handfeuerwaffen im ganzen Land aber nur ein Anfang. Dem war sich auch Sicherheitsminister Jose Mariano Beltrame bewusst: "Das Ganze ist eine symbolische Aktion. Wir möchten Aufmerksamkeit für unseren Kampf gegen Waffen wecken. Wir fordern die Menschen weiterhin auf, alle Objekte, die gewalttätige Auseinandersetzungen begünstigen können, auf Polizeirevieren abzugeben."

Laut einer Erhebung aus dem Jahr 2011 befinden sich neunzig Prozent aller brasilianischen Feuerwaffen in privater Hand. Etwa die Hälfte von ihnen ist nicht registriert. Schwer bewaffnete Drogenbanden stellen vor allen in den Favelas, den wild wachsenden Armensiedlungen, ein großes Problem dar. Dort ist auch der Anblick von Raketenwerfern, Granaten und Maschinengewehren keine Seltenheit.

(reuters)

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