Welt : Wechselgeld-Engpass in Frankreich

Frankreich geht das Geld aus. Lange Schlangen bilden sich vor den wenigen Geldautomaten in Paris, aus denen noch Bargeld zu holen ist. In den meisten Geschäften werden große Scheine bei kleinen Einkäufen nicht mehr akzeptiert - das Wechselgeld wird knapp. Der Streik der Geldtransportfahrer, der vor gut einer Woche begann, hat die Franzosen in arge Probleme gestürzt. Die Fahrer fordern angesichts immer brutalerer Überfälle mehr Schutz und eine Gefahrenzulage. Verhandlungen mit den Arbeitgebern gaben bislang wenig Anlass zu der Hoffnung, dass der Streik bald beendet sein könnte. Mehr als die Hälfte der Geldautomaten im Land sind leer; die Bank Societe Generale sprach gar von 65 Prozent. Dort, wo noch etwas zu holen ist, wurde die Höhe der Abbuchungen auf 1000 oder 500 Franc begrenzt. Dies trifft nicht nur die Franzosen, denen häufig noch andere Zahlungsmittel zur Verfügung stehen, sondern vor allem auch ausländische Touristen. Diese werden überdies beim Souvenirkauf ihre 200- oder 500-Franc-Scheine nicht mehr los: In den Läden fehlt das Kleingeld zum Herausgeben. Demgegenüber stapeln sich in Supermärkten und anderen Geschäften die großen Scheine, die wegen des Streiks nicht mehr abgeholt werden.

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