Werbinich : Baustellen und kein Ende

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Top oder Flop – noch ist nicht klar, in welche Kategorie die Reformbaustelle „Grundschule“ im kommenden Schuljahr fallen wird. Klar ist bislang nur eines: Die Eltern sind enorm verunsichert, manchmal auch verzweifelt. Seit über einer Woche läuft die Anmeldung der Erstklässler und eine Hiobsbotschaft jagt die nächste. Manchmal sind es nur Kommunikationsprobleme zwischen überforderten Schulsekretärinnen, genervten Schulleitern und ahnungslosen Eltern.

Manchmal hilft aber die beste Kommunikation nicht weiter. Zum Beispiel dann, wenn die Senatsverwaltung katastrophale Vorgaben macht. Als besonders haarsträubend hat sich herausgestellt, dass Schulen keinen (kostenpflichtigen) Hortbetrieb anbieten dürfen, wenn sie gleichzeitig Klassen mit (kostenlosem) Ganztagsbetrieb haben. Tausende Eltern sind ohne Gewissheit, ob und wo ihr Kind im Hort betreut werden kann.

Die letzte Hoffnung liegt jetzt auf den aktuellen Verhandlungen zwischen Senat und freien Trägern: Wenn sich der Senat flexibler zeigt, können die Schülerläden und die anderen freien Horte den Eltern und den Schulen aus ihrem Dilemma heraushelfen. Das hätte auch den großen Vorteil, dass sich alle Betroffenen endlich um die ganzen anderen TeilBaustellen kümmern könnten, die sich bis zum Sommer 2005 noch auftun: Da wären die drohenden Losverfahren an attraktiven oder kleinen Grundschulen, die den „Monsterjahrgang“ mit den 50 Prozent zusätzlichen Kindern nicht unterbringen können. Oder die knappen Personalressourcen, die unklaren Hortbeiträge und und und. sve

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