Werbinich : Beim Putzen gespart

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Die Putzfrauen waren bei den Bezirksämtern angestellt und für bestimmte Schulen zuständig. Als die Bezirke immer weniger Geld hatten, stellte man fest, dass es bei den Putzfrauen einen Krankenstand von bis zu 50 Prozent gab. Darauf hin wurden Fremdfirmen mit der Reinigung der öffentlichen Einrichtungen beauftragt.

1996

Viele Bezirksämter kürzten die Ausgaben für die Reinigung und machten Abstriche bei den Leistungen. Seitdem wird nicht mehr täglich in allen Klassenräumen gewischt. Als Norm gilt, dass täglich die Toiletten, Turnhallen und Flure geputzt werden müssen und einmal in der Woche die Klassenzimmer. Allein Neukölln hat durch diese Regelung eine Million Euro eingespart und gibt jetzt noch 3,9 Millionen Euro für die Reinigung seiner 69 Schulen aus. Pro Schule sind das etwa 57 000 Euro.

2003

In Treptow-Köpenick wurden noch bis zum Jahr 2003 täglich die Klassenzimmer geputzt. Jetzt kann man sich das auch nicht mehr leisten. Immerhin wird laut Schulamt noch zweimal wöchentlich gewischt. sve

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