Werbinich : Claas P. Jambor?

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Claas P. Jambor singt am Sonntag für den Papst. Wer ist der Typ eigentlich?

Nun, Claas singt ja nicht allein für Benedikt XVI., sondern für all die Pilger, die zum Weltjugendtag nach Köln gereist sind. Am Sonntagnachmittag wird da ein großes Abschlussfest gefeiert, und eine Million Menschen schauen zu.

Nicht schlecht. Und was singt der so?

Jambor singt die Ballade „All My Life“, das ist der Titelsong zum Fernsehspot des Weltjugendtages.

Der sieht gar nicht so brav aus.

Es gibt sogar ein Foto, auf dem er sein Unterhemd hochgekrempelt hat und seinen Waschbrettbauch zeigt.

Und was hat der mit der Kirche zu tun?

Er hat gesagt, dass er Christ sei und sich tierisch darauf freue, seinen Pilger-Brüdern einzuheizen. Und dass es seine Mission sei, den Leuten klar zu machen, dass Kirche viel sexier ist, als viele glauben.

Kommt der aus Bayern?

Nein, aus Frankfurt am Main. Und das mit dem Sex kommt auf dem Weltjugendtag bestimmt nicht gut an. Die katholische Kirche verbietet das Benutzen von Kondomen und fordert als Verhütungsmittel die außereheliche Enthaltsamkeit.

Aha.

Es gibt Protest gegen diese Vorgaben. In Köln hängen Plakate mit dem Spruch: „Gute Katholiken benutzen Kondome“. Aids oder ungewollte Schwangerschaften liefern dafür gute Argumente.

Singt denn Claas P. Jambor dagegen an?

Wohl kaum. Die Plakate wurden von Pilgern zerrissen. Beim Weltjugendtag solle man sich aufs Beten konzentrieren. AG

Nicht zu verwechseln mit Gavin Rossdale, Xavier Naidoo und Moses P.

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