Werbinich : Das Denken an den Weg

Felix Rautenberg (17)

Ein Papagei verstand genug,

um nicht mehr zu verstehen.

Er plant voll Unverstand

den Flug zu unseren Krähen.

* * *

Wie er sich versprochen hat,

was er nicht kennt, zu finden

wollt er’s ungebrochen sehn,

den Wäldern sich entwinden.

* * *

Mit dem Denken an den Weg

er sich die Tage kürzte,

bis, selbstbetrogen umgekehrt,

er in sein Nestchen stürzte.

* * *

Wissen, Gewissen, Fühlung

Von Wunden gesunden, Kühlung

kein Wunsch, auch Nötiges zu tun;

nicht angestaunt zu werden,

will er ruhn.

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