Werbinich : Die Flüge der Raben

Natalie Kettelhake

Ihr schwarzes Federkleid

Schimmert in der Ferne.

Wann immer ihr sie seht,

Jagt sie nicht fort.

Sie kennen die Träume und Wünsche Der Einsamen.

Und so tragen ihre Flügel

Die schwere Last der Wahrheit.

* * *

Wie Statuen

Bewachen sie das Grab

In der Menge.

Wann immer sie krähen,

Verachtet sie nicht.

Sie weinen aus Angst

Vor der Dunkelheit.

Sie fürchten,

Sie könnten verschwinden.

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