Die POETEN der Woche : Ein Brief an dich

Max-Malte Wolf (17)

Das Licht ist aus,

jetzt sitz ich hier.

Schau erst raus,

dann aufs Papier.

Leer bleibt das Blatt,

kein Strich, kein Wort.

Gedanken matt,

am dunklen Ort.

Mein Herz geschunden,

missbraucht vom Leben.

Klaffende Wunden,

mein Geist am Beben.

Das Blatt bleibt leer,

die Zeit verstreicht,

der Kopf wird schwer.

Es ist nicht leicht.

Angst vorm Schritt,

gib Kraft, gib Mut,

ein kurzer Schnitt,

sanft tropft das Blut,

schmiegt sich leicht

aufs weiße Blatt,

weil’s mir nicht reicht,

macht’s mich nicht satt.

Die Tinte tropft.

Was bringt es noch?

Das Ende stopft

mein Seelenloch.

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