Werbinich : Freie Fahrt am Schloss Charlottenburg

Der Spreeuferweg ist nun ausgebaut und für Radler freigegeben

Clemens von Alten
Idyllische Strecke. Kaum war das Spreeufer im Schlosspark freigegeben, da traten schon die ersten Radler kräftig in die Pedale. Foto: dpa Foto: dpa
Idyllische Strecke. Kaum war das Spreeufer im Schlosspark freigegeben, da traten schon die ersten Radler kräftig in die Pedale....Foto: dpa

Berlin - Normalerweise wird mit Sekt bei einer Schiffstaufe oder einem Richtfest angestoßen, doch am Dienstag war ein neuer Berliner Radweg die Zeremonie wert: Eröffnet wurde der nun für Radler ausgebaute Spreeuferweg im Schlosspark Charlottenburg. Dass man sich deshalb zuprostete, liegt wohl an der Erleichterung aller Beteiligten über einen beigelegten jahrelangen Streit. Denn die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hatte 2007 ein striktes Fahrradverbot auf dieser Strecke im Park durchgesetzt.

Nach heftigen Protesten vom Senat, Bezirk und dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) gab die Stiftung aber nach, der Weg wurde sogar für rund 800 000 Euro zwischen Schloss- und Jungfernheidebrücke radlergerecht ausgebaut, wozu auch zwei neue kleinere Brücken über Wasserläufe im Park gehören. Zusätzlich dürfen Radler nun den schon ausgebauten Weg von der Jungfernbrücke/Belvedere an der nördlichen Liegewiese und der Westseite des Parks entlang bis zum Spandauer Damm/Klausenerplatz fahren. So können sie den Schlosspark fast einmal umrunden.

Der ADFC ist zufrieden: „Für den Berufsverkehr zwischen Charlottenburg und Spandau und die Wege innerhalb Charlottenburgs gibt es nun eine attraktive Ausweichstrecke zum Spandauer Damm und dem Tegeler Weg.“

Zudem sind durch den Ausbau des Weges nun auch der Spree-Radweg und der Europaradweg (R1) um ein Teilstück verbessert worden. Beide führen am Charlottenburger Spreeufer entlang und ermöglichen Radlern, die Stadt am Fluss entlang bis Mitte zu durchqueren. Wenn bis 2013 der geplante Uferweg auf Kreuzberger Seite fertiggestellt ist, geht es weiter bis zur Arena und auf schon vorhandenen Wegen durch den Treptower Park nach Baumschulenweg. Treptow-Köpenick plant zudem eine Fortsetzung Richtung Altstadt Köpenick. Clemens von Alten

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