Werbinich : Kim Frank?

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Kim Frank wurde ein bisschen berühmt als Sänger der Band Echt, und jetzt spielt er in dem Film „NVA“, der nächste Woche in die Kinos kommt. Wie kam das?

Das hat er Leander Haußmann zu verdanken. Der hat ihn angerufen und zum Casting eingeladen. Und jetzt wird Kim Frank in der KulissenDDR endlich richtig zum Mann gemacht.

Und wieso gerade er?

Das hat wahrscheinlich mit seinen großen Augen zu tun. Haußmann wollte für seine Komödie einen sensiblen jungen Mann. Jemanden, der durch sein Aussehen den Oberst, übrigens Detlev Buck, betören kann. Da ist Haußmann Kim Frank eingefallen.

Woher weiß Kim Frank, wie es in der DDR war? Er ist 1982 in Flensburg geboren.

In der Harald-Schmidt-Show hat er mal gesagt, er interessiere sich nicht für Politik und wisse gar nicht, wo „Taliban“ liegt. Das ist allerdings vier Jahre her.

Da war er doch noch klein…

Und hatte seine Karriere doch schon hinter sich. Er war 15, als seine Schülerband plötzlich einen Plattenvertrag bekam. Dann verfolgte „Bravo“ sie durch die Pubertät, über ihr erstes Mal schrieb Echt einen Song namens „Wir haben’s getan“.

Und ist Kim das heute nicht peinlich?

Wahrscheinlich. Nachdem es mit Echt vorbei war, ist er ganz schön abgestürzt. In der Presse tauchte er nur noch als dickes „Party-Wrack“ auf, und dann war da noch die Beziehung zur acht Jahre älteren Moderatorin Enie van de Meiklokjes. Über seine Musik sprach keiner mehr.

Ist das jetzt also sein großes Comeback?

Jedenfalls ist er endlich aus der Versenkung wieder aufgetaucht.

Zum Glück. Er ist die neue deutsche Filmhoffnung.

Abwarten. Leander Haußmann war sehr zufrieden und lobte Franks „Natürlichkeit“. Die meiste Zeit im Film soll er aber einfach in der Gegend herumgucken. jol

Nicht zu verwechseln mit Kim Fischer, Tim Fischer und Wim Wenders.

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