Werbinich : Nikolai Kinski?

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Nikolai Kinski – smarter Typ. Ist der jüngere dort auf den Bildern, oder?

Yes. Der Sohn des großen Klaus Kinski. Des deutschen Schauspielübermonsters.

Wieso ein Monster?

Vielleicht konnte niemand zuvor und danach so intensiv, so brachial, gleichzeitig fein und schmerzlich sprechen und spielen wie Kinski. „Ich bin das blaue Fiebertier“, heißt es in einem Gedicht von Kinski selbst. Stimmt wohl.

Ein Dichter also?

Bekannt ist er eher für seine Rezitationen, von Brecht etwa, oder die deutschen Edgar-Wallace-Verfilmungen, oder für „Nosferatu“ oder „Nachtblende“ mit Romy Schneider.

Und was macht Nikolai?

Ist ebenfalls Schauspieler. Wuchs in Bel Air auf. Dorthin ist Klaus Kinski auch gezogen, um den Sohn bei der Mutter aufwachsen zu sehen. Nikolai machte eine Schauspielausbildung, drehte Independent-Filme. Kam vor drei Jahren nach Berlin, lernte Deutsch. Und spielte in einem Tatort mit. Guter Mann. jea

Am Montag, dem 5. März, liest Nikolai Kinski Gedichte seines Vaters in der Bar jeder Vernunft. Vielleicht findet ihr ja einen Sponsor für die Karte, kostet stolze 22 Euro, Infos unter bar-jeder-vernunft.de. Auch gut: Mieze von „Mia“ hat mit Nikolai Kinski die CD „Selbstbezichtigung“ aufgenommen – mit Stücken von Peter Handke.

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