Wetter in Deutschland : Tief "Amelie" stoppt Hitze im Südwesten

Gewitter mit zum Teil heftigen Blitzen haben am Mittwochabend Teile Deutschlands mit sehr starken Regenfällen überzogen. Mancherorts kühlten die Temperaturen innerhalb kürzester Zeit von 33 auf 18 Grad ab.

"Innerhalb von nur einer Stunde prasselten zum Beispiel im pfälzischen Stromberg 59,3 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter", berichtet Stefan Laps, Meteorologe der Unwetterzentrale vom Wetterdienst meteomedia. Es habe Hagelschlag und vereinzelt sogar orkanartige Windböen gegeben. Betroffen war nach diesen Angaben vor allem ein Gebiet vom nördlichen Sauerland bis nach Rheinland-Pfalz und ins Saarland hinein, außerdem Teile des Schwarzwaldes sowie die Hohenloher Ebene im Nordosten Baden-Württembergs. Schuld ist das umfangreiche Ostatlantiktief "Amelie", das feuchte und sehr warme bis heiße Subtropenluft ins Land gebracht hat.

Auf dem Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz seien binnen einer Stunde 46,4 Liter Regen pro Quadratmeter zusammengekommen, in Hinterzarten im Schwarzwald 40 Liter. An der Wetterstation Berus/Saarland wurde eine orkanartige Böe von 104 Stundenkilometern gemessen, auf dem Weingebiet wurden sogar 111 Stundenkilometer erreicht. Vor den Gewittern wurden Tageshöchsttemperaturen bis zu 32,9 Grad gemessen. Dann sei es innerhalb kürzester Zeit bis auf 17,8 Grad abgekühlt, berichtete der Wetterdienst. (küs/dpa)

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