Welt : Wetter: Tiefdruckgebiete vertreiben den Frühling

Eine Serie von Tiefdruckgebieten vertreibt in den nächsten Tagen aufkeimende Frühlingsgefühle. Auf Regen folgt immer wieder neuer Regen, allerdings werden die Niederschläge etwas wärmer. Auch am Wochenende ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach vom Mittwoch keine Besserung in Sicht. Es bleibt unbeständig und regnet oft bei 8 bis 14 Grad. Ein Trost: Die Nächte bleiben frostfrei. Die milde Luft lässt allerdings auch den Schnee in den Bergen schmelzen. Laut Wetterdienst Meteomedia droht deshalb zum Wochenende Hochwassergefahr, vor allem am Rhein und seinen Zuläufen.

Am Donnerstag bleiben nur der äußerste Osten und Südosten vom Regen verschont. Im Chiemgau und im Rottal kann die Temperatur bis auf 15 Grad steigen, ansonsten pendeln die Temperarturen zwischen 6 und 13 Grad.

Am Freitag und am Wochenende sowie Anfang kommender Woche rollen weitere atlantische Tiefausläufer heran. Das bedeutet immer wieder Regen. Die Temperaturen steigen auf 8 bis 14 Grad, bei Föhn kann es in den Alpentälern sogar noch milder werden.

Überflutungen in Ungarn und Spanien

Mehrere tausend Menschen sind am Mittwoch vor dem Rekord-Hochwasser im Nordosten Ungarns geflohen. Fast 9000 Menschen aus zwölf Gemeinden sollten im Laufe des Tages in Sicherheit gebracht werden, meldete der ungarische Rundfunk. 14 000 Menschen, unter ihnen freiwillige Helfer und Soldaten, waren am Fluss Theiß im Einsatz. In den ukrainischen Karpaten im Grenzgebiet zu Ungarn seien mehr als 11 000 Menschen evakuiert worden, teilte das Ministerium für Katastrophenschutz am Mittwoch in Kiew mit.

Kopfzerbrechen bereitet den ungarischen Behörden, dass die Bevölkerung den Evakuierungsaufrufen nicht immer Folge leistet. Nach einem Bericht des Online-Dienstes "index" halten sich in dem Ort Tarpa trotz der am Vortag eingeleiteten Evakuierung immer noch 600 Bewohner auf.

Bei heftigen Unwettern sind in Portugal und Spanien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira ertranken nach Rundfunkberichten vom Mittwoch zwei ausländische Touristen, als ihr Mietwagen bei Sao Vicente ins Meer gespült wurde. Zwei weitere Insassen des Autos werden noch vermisst. Die Identität der Opfer konnte bislang nicht geklärt werden.

Im Nordwesten Spaniens starben zwei 50 und 70 Jahre alte Frauen. Ihre Leichen wurden am Mittwoch an der Küste von La Coruna entdeckt. Vermutlich wurden sie beim Muschelsammeln von einer Welle ins Meer gerissen.

Der Westen Spaniens litt weiter unter den schwersten Überschwemmungen seit 40 Jahren. Bei Zamora in Kastilien-Leon trat der Fluss Duero über die Ufer.

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