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Zimbabwe : Unklarheit über Löwen Jericho

Der US-Sender CNN meldete, dass nach dem Löwen Cecil auch der Löwe Jericho im selben Nationalpark in Zimbabwe getötet wurde. Die US-Agentur AP dementiert das.

Cecil, das imposante Tier, wurde geköpft und gehäutet, nachdem es getötet worden war.
Cecil, das imposante Tier, wurde geköpft und gehäutet, nachdem es getötet worden war.Foto: AFP

Nach dem Löwen Cecil soll auch der Löwe Jericho von einem illegalen Jäger getötet worden sein. Das berichtete der Sender "CNN" unter Berufung auf einen Sprecher des Hwange National Park in Zimbabwe. Jericho sei am Samstag gegen 16 Uhr getötet worden.

Jericho hatte Cecils Jungtiere übernommen. Nach seinem Tod sei unklar, ob das Rudel gerettet werden kann. Die Wildhüter des Parks seien entsetzt, hieß es. CNN zitierte einen Wissenschaftler, der sagte, dass es häufig vorkomme, dass ein Brudertier, das Rudel des getöteten Bruders unter seinen Schutz stelle, damit es überleben kann.

Doch kurz darauf dementierte die US-Nachrichtenagentur AP den Bericht über den Tod des zweiten Löwen. Ein Forscher, der sich mit Löwen in dem Nationalpark befasst, habe nichts Auffälliges feststellen können.

Zimbabwe hatte von den USA die Auslieferung von Cecils Jäger gefordert.

Cecils Tod beschäftigt den US-Kongress

Der Tod des Löwen Cecil beschäftigt jetzt auch den US-Kongress. Mehrere Senatoren in Washington brachten am Freitag einen Gesetzentwurf ein, der Ein- und Ausfuhrbeschränkungen für Jagdtrophäen verschärfen soll. Ein US-Zahnarzt auf Großwildjagd hatte Cecil getötet. Der Kadaver war Anfang des Monats außerhalb des Hwange-Nationalparks entdeckt worden. Der Kopf der Raubkatze fehlte, das Fell war abgezogen.

"Lasst uns keine feigen Löwen sein, wenn es um die Trophäenjagd geht", erklärte der demokratische Senator Robert Menendez. Cecils Tod sei eine "vermeidbare Tragödie" gewesen, die den Bedarf an strengeren Gesetzen verdeutliche. Dem Entwurf zufolge sollen die in einem 1973 verabschiedeten Gesetz zum Artenschutz festgehaltenen Ein- und Ausfuhrbeschränkungen erweitert werden. Unter die Regelung würden dann nicht mehr nur bereits als gefährdet eingestufte Tiere fallen, sondern auch Arten, deren Aufnahme auf die Liste geprüft wird.

Die für Artenschutz zuständige Behörde des US-Innenministeriums (USFWS) hatte im vergangenen Jahr vorgeschlagen, den afrikanischen Löwen als gefährdete Tierart einzustufen. Eine Entscheidung fiel bislang aber nicht. Die Trophäenjagd des US-Zahnarztes in Zimbabwe löste weltweit Empörung aus. (Tsp/AFP)


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