Zoohandel : Tierliebe Deutsche: Milliarden für Fiffi & Co.

Für Katzen, Hunde, Vögel und andere Tiere haben die Bundesbürger im letzten Jahr mehr als drei Milliarden Euro ausgegeben. Nur den Briten sind ihre Lieblinge noch mehr wert.

Hund
Hunde kommen auf Platz drei der Beliebtheitsskala. -Foto: ddp

BerlinDie Deutschen haben für ihre Tierliebe im vergangenen Jahr wieder kräftig in die Tasche gegriffen. Insgesamt gaben sie für Haustiere aller Art 3,15 Milliarden Euro aus, sagte der Präsident des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF), Klaus Oechsner, kurz vor Beginn der Grünen Woche. Rund zwei Drittel (2,33 Milliarden Euro) entfallen dabei auf Futtermittel, ein Drittel wurde für Heimtierzubehör ausgegeben.

Laut Oechsner gibt es etwa 23 Millionen Heimtiere in Deutschland, Fische und Terrarientiere nicht eingerechnet. Damit lebt in etwa jedem dritten Haushalt ein Tier. Deutschland rangiere an vierter Stelle in Europa, nach Russland mit 37,9 Millionen Heimtieren, Italien und Frankreich mit jeweils 29,1 Millionen und Großbritannien mit 25 Millionen Haustieren. Die Briten nehmen mit Ausgaben von über vier Milliarden Euro in Europa den Spitzenplatz ein.

Über 6000 Tiere auf Grüner Woche zu sehen

Beliebtestes Haustier in Deutschland ist mit 7,8 Millionen Exemplaren weiterhin die Katze. Auf Platz zwei rangieren die 6,3 Millionen Kleintiere - Kaninchen, Meerschweinchen und Mäuse. Hunde als oftmals "beste Freunde" der Menschen folgen laut Oechsner mit 5,3 Millionen auf dem dritten Rang. Zudem gebe es 3,8 Millionen Vögel in den Haushalten. Tausende von Zierfischen schwimmen laut Zentralverband in rund zwei Millionen Aquarien und 1,4 Millionen Gartenteichen. Zudem gebe es 420.000 Terrarien für Reptilien und Amphibien.

Die Grüne Woche ist laut Betreiber die größte Schau für Heimtiere in Europa. Auf der Sonderschau "Heim-Tier&Pflanze" vom 18. bis 27. Januar werden über 6000 tierische "Hausgenossen" aus fünf Kontinenten gezeigt. Die seit 30 Jahren in die Agrarausstellung integrierte Schau werde regelmäßig von rund 150.000 Menschen besucht. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe nutze die Messe auch, um die Besucher über eine artgerechte Haltung von Haustieren aufzuklären. (jvo/dpa)

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