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Eon-Chef erwägt Klage

Düsseldorf - Der Chef des Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen, erwägt eine Klage gegen die Brennelementesteuer. „Es spricht manches für eine Klage“, sagte Teyssen in einem am Samstag vorab veröffentlichtem Interview mit der „Wirtschaftswoche“. Er machte die Entscheidung von der Zukunft der Atomkraft abhängig. Er könne sich nicht vorstellen, wie jemand ohne Laufzeitverlängerung die Brennelementesteuer verteidigen wolle, sagte Teyssen. „Beides hängt zusammen, die Steuer soll einen Teil der Mehrerlöse aus der Laufzeitverlängerung vorzeitig abschöpfen.“ Die Brennelementesteuer war im Zuge der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke beschlossen worden. AFP

Ex-BayernLB-Vorstand vor Gericht

München - Die Münchner Staatsanwaltschaft will den gesamten früheren Vorstand der BayernLB vor Gericht bringen. Hintergrund ist der milliardenschwere Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) vor vier Jahren. Zurzeit werde die Anklage wegen Veruntreuung von Bankvermögen vorbereitet. Sie solle in den nächsten Wochen vorliegen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Mit dem Prozessbeginn am Münchner Landgericht sei frühestens im Herbst zu rechnen. Die Münchner Staatsanwaltschaft wollte am Samstag keine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben. dpa

Teldafax wird ausgesperrt

Düsseldorf/Berlin - Mehr als 40 Netzbetreiber haben dem Strom- und Gasanbieter Teldafax im ersten Quartal den Zugang zu ihren Netzen verweigert. Dies berichtet das „Handelsblatt“ in seiner Montagsausgabe und beruft sich auf die Bundesnetzagentur. Demnach verhängten zwischen 40 und 60 Betreiber sogenannte Netzzugangsverweigerungen. Seit April sei die Häufigkeit der Sperren noch gestiegen. Eine Teldafax-Sprecherin wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu den Zahlen äußern. Teldafax hatte sich als Billiganbieter einen Namen gemacht, war aber durch seine Preispolitik in eine finanzielle Schieflage geraten. dpa

Fünf weitere US-Banken schließen

Washington - In den USA sind in diesem Jahr bereits 39 Banken zusammengebrochen. Die Behörden machten am Freitag fünf weitere Geldhäuser dicht, wie die staatliche Einlagensicherung (FDIC) mitteilte. Es handele sich um zwei Institute aus Georgia, zwei aus Florida und eine Bank aus Michigan. 2010 waren 157 Banken mit einer Bilanzsumme von 92 Milliarden Dollar geschlossen worden. 2009 gingen im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise 140 Banken pleite. In der jüngeren Zeit sind von den Insolvenzen hauptsächlich regionale Banken betroffen. rtr

Japan schmälert Buffetts Gewinn

Omaha - Investorenlegende Warren Buffett hat mit seiner Holding Berkshire Hathaway angesichts der Japan-Katastrophe deutlich weniger verdient. Man rechne für das erste Quartal mit einem Nettogewinn von rund 1,5 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro), teilte Berkshire Hathaway am Samstag kurz vor der mit Spannung erwarteten Aktionärsversammlung in Omaha (US-Bundesstaat Nebraska) mit. Im Vorjahresquartal hatte Berkshire Hathaway noch 3,6 Milliarden Dollar verdient. dpa

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