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Ferrostaal: 177 Millionen Euro Strafe

München - Der Essener Industriedienstleister Ferrostaal soll für seine Schmiergeldaffäre 177 Millionen Euro Strafe zahlen. Eine entsprechende Summe habe die Münchner Staatsanwaltschaft mit den Anwälten des Konzerns und dem Gericht ausgehandelt, berichtet der „Spiegel“. Zudem sollen zwei bereits angeklagte Manager zu Bewährungsstrafen verurteilt werden. Allerdings dürften Staatsanwaltschaft und Unternehmen nun noch zwei Monate über die Absprache nachdenken, eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, heißt es in dem Bericht weiter. Zuvor hatte die Anklage noch eine Zahlung von 277 Millionen Euro gefordert. Ferrostaal wird vorgeworfen, an der Vermittlung von U-Boot-Geschäften mit Griechenland mitverdient zu haben, bei denen Bestechungsgelder in Millionenhöhe gezahlt worden sein sollen.dpa

Deutsche reisen wieder mehr

Boppard - Die gute Konjunktur führt zu einem Anstieg der Reisebuchungen. Der größte deutsche Reiseveranstalter Tui berichtete am Sonntag von zweistelligen Zuwachsraten bei den Buchungen für die Sommersaison. „Die Deutschen werden ihrem Ruf als Reiseweltmeister erneut gerecht“, sagte Tui-Deutschland-Chef Volker Böttcher in Boppard. Wegen der höheren Kosten für Kerosin, Lebensmittel und Energie steigen jedoch auch die Preise – bei mittellangen Flugstrecken um durchschnittlich zwei Prozent, bei Fernreisen um vier Prozent. dpa

Geländewagen legen zu

Duisburg - Sportliche Geländewagen (SUV) werden in Deutschland immer beliebter. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden mit rund 178 000 Fahrzeugen so viele SUV wie noch nie verkauft, wie aus einer Studie des CAR-Autoforschung-Centers der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Demnach haben SUV in Deutschland aktuell einen Marktanteil von 13,4 Prozent. Fast jeder siebte Neuwagen ist ein Geländewagen. „Damit sind die SUV das am schnellsten wachsende Fahrzeugsegment“, sagte Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer. dpa

Madoff-Geschädigte wollen Geld

New York - Für die US-Großbank JP Morgan Chase könnte der Milliardenbetrug ihres ehemaligen Geschäftspartners Bernard Madoff teuer werden. Der Vertreter der Geschädigten verlangt von Madoffs Hausbank nun schon mindestens 19 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Euro) an Schadensersatz. „JPMorgan Chase hätte nicht nur von dem vor sich gehenden Betrug wissen sollen, sie wussten es“, erklärte Anwalt David Sheehan. dpa

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