Wirtschaft : 10 Millionen Mark Verlust im laufenden Jahr sind wahrscheinlich

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Der Berliner IT-Dienstleister Lobster Technology Holding AG erwartet im laufenden Geschäftsjahr enttäuschende Ergebnisse. Das Unternehmen werde voraussichtlich einen operativen Verlust von sieben Millionen Mark verbuchen, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit. Einschließlich einmaliger Aufwendungen für Restrukturierung muss nach Unternehmensangaben sogar mit einem Nettoverlust von zehn Millionen Mark gerechnet werden.

"Die Ergebnisse des ersten Halbjahres liegen insgesamt deutlich unter Plan und lassen damit kaum Raum für Beschönigungen", sagte Thomas Strobl, seit 1. Februar neuer Finanzvorstand der Lobster AG. Nach vorläufigen Zahlen werde Lobster das erste Halbjahr 1999/2000 mit einem Verlust von fünf Millionen Mark abschließen. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe von Juli bis Dezember 1999 liege bei 18 Millionen Mark. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrage 6,3 Millionen Mark. Einschließlich außerordentlicher Erträge in Höhe von 2,5 Millionen Mark werde der Nettoverlust für das abgelaufene Halbjahr bei rund fünf Millionen Mark liegen. Auf Basis dieser Zahlen erwartet die Gesellschaft für das gesamte Geschäftsjahr nunmehr einen Umsatz von 40 bis 45 Millionen Mark, deutlich weniger als ursprünglich geplant. Ursachen für das schlechte Ergebnis seien das schwache Reseller-Geschäft der Tochter Lobster Computer Concept. Zudem habe sich die Markteinführung der Lxco-Produkte wegen des überraschenden Ausstiegs der IBM-Tochter Mylex verzögert. "Wir werden nun Personal, Standorte und Infrastruktur der Holding unter die Lupe nehmen und kurzfristig unsere Kosten reduzieren", sagte Strobl. Die Maßnahmen gingen über "kosmetische Korrekturen weit hinaus".

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