Wirtschaft : 2000 Mark Rente für 26 Mark - Vermögenswirksame Leistungen lohnen sich

Egal, ob beim multinationalen Konzern, beim Mittelständler oder beim Bäcker um die Ecke - fast immer haben Arbeitnehmer laut Tarifvertrag Anspruch auf Vermögenswirksame Leistungen (VL). Den maximalen Betrag von 78 Mark pro Monat zahlen zwar nur wenige Betriebe, aber 52 Mark sind in vielen Branchen Standard.

Dieses Geld lässt sich nutzen, um mit hohen Renditen eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen. Voraussetzung: Die monatlichen Raten fließen in einen der rund 70 für VL-Zahlungen vorgesehenen Aktienfonds und bleiben dort bis zum 62. Lebensjahr investiert. Das ist ohne weiteres möglich, auch wenn die reguläre Laufzeit eines VL-Vertrages nach sieben Jahren (inklusive einer Ruhephase von zwölf Monaten) endet. Ein 27jähriger Berufseinsteiger, der nacheinander sechs VL-Verträge abschließt, zahlt so in 36 Jahren bei einem Eigenanteil von 26 Mark pro Monat 11 232 Mark ein. Schaffen die in dieser Zeit genutzten Verträge eine durchschnittliche jährliche Rendite von neun Prozent, stehen mit 65 Jahren rund 265 000 Mark zur Verfügung. Wird dieses Geld anschließend in einen risikoarmen Renten- oder Mischfonds umgeschichtet, können daraus bei einer angenommenen Rendite von sechs Prozent 30 Jahre lang 1600 Mark pro Monat als zweite Rente gezahlt werden.

Noch günstiger ist die Rechnung, wenn die in der Ansparphase genutzten Aktienfonds eine Rendite von zehn Prozent schaffen sollten: In diesem Fall stehen nach 38 Jahren rund 344 000 Mark zur Verfügung, die unter den oben genannten Voraussetzungen eine monatliche Rente von 2050 Mark ermöglichen. Besteht während der gesamten Zeit Anspruch auf die vom Staat gewähnte Arbeitnehmer-Sparzulage (derzeit 160 Mark pro Jahr) und wird dieser Betrag am Jahresende ebenfalls immer wieder neu angelegt, steigt die Zweit-Rente sogar auf 2300 Mark.

Für die Anlage der VL-Zahlungen empfehlen sich aus dem Angebot in erster Linie international streuende Fonds wie Adig Convest 21 VL, DWS Top 50 Welt, FT-Interspezial, Kapitalfonds Spezial von Gerling oder der Uniglobal der Volks- und Raiffeisenbanken. Wer es am Anfang spekulativer mag, kann auf Spezialitäten wie Adiasia oder MK-Pazifik zurückgreifen, die nur in Japan und Südostasien anlegen. Umschichtungen in andere Regionalfonds sind nach Ablauf der siebenjährigen Sperrfrist jederzeit möglich.

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