Wirtschaft : 8,5 Milliarden Euro für Beitrittsländer zugesagt

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Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird ihre Darlehen für die EU-Beitrittskandidaten in den kommenden drei Jahren mehr als verdoppeln und mit der Finanzierung von Wiederaufbauprogrammen zur Stabilität des Balkan beitragen. Bei der Vorstellung des Rechenschaftsberichts der EIB bekannte sich der neue EIB-Präsident, der ehemalige belgische Finanzminister Philippe Maystadt, am Donnerstag in Brüssel zur klassischen Aufgabe der Europäischen Investitionsbank, mit ihrer Darlehenspolitik die politischen Ziele der EU zu unterstützen.

Dazu gehört in den kommenden Jahren vor allem die Flankierung der Osterweiterung durch Kredite an die Beitrittsländer, die vor schwierigen politischen und wirtschaftlichen Anpassungsprozessen stehen. Die Bank erhöhte die sogenannte Vor-Beitritts- Fazilität, die in den vergangenen drei Jahren 3,5 Milliarden Euro betragen hat, für den Zeitraum 2000 bis 2003 auf 8,5 Milliarden Euro. Die EIB-Darlehen sind für Investitionen und Projekte bestimmt, die dazu beitragen, den wirtschaftlichen und sozialen Abstand zwischen den Beitrittsländern und der EU zu verringern. Im vergangenen Jahr flossen so rund 900 Millionen Euro in die Verbesserung der Umwelt, die Stärkung der kleinen und mittleren Unternehmen und die Telekommunikation in Mittel- und Osteuropa. Weitere Darlehen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro wurden für die Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung gestellt.

Insgesamt hat die EIB, deren Anteile von den 15 EU-Staaten gehalten werden, im Jahr 1999 Darlehen von 31,8 Milliarden Euro vergeben. Der weitaus größte Teil des Geldes, nämlich 27,8 Milliarden Euro, kam den Investitionen in der EU selbst zugute.

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