Wirtschaft : Abgekühlt

Arbeitsmarkt stagniert, aber in Berlin geht es aufwärts.

von und mit dpa

Berlin – Während in Deutschland der Arbeitsmarkt kaum Bewegung zeigt, holt die Hauptstadt weiter auf: Im November ging die Zahl der Arbeitslosen in Berlin im Vergleich zum Oktober um 4202 auf 201 325 zurück, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Auf Jahressicht waren es sogar 9528 Jobsuchende weniger. Auch die – weiterhin hohe – Quote sank im Vergleich zum Oktober um 0,3 Punkte auf 11,4 Prozent. „Die wirtschaftliche Entwicklung in Berlin ist weiterhin gut“, sagte der Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Dieter Wagon. So liege die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit 1,21 Millionen deutlich höher als vor einem Jahr. Berlin sei „weiterhin auf dem richtigen Weg“, kommentierte auch Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) die Zahlen. Im Nachbarland Brandenburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich um Vormonat jedoch leicht an.

Bundesweit stagniert der Arbeitsmarkt derzeit. „Die aktuellen Daten zeigen überwiegend eine Seitwärtsbewegung“, sagte der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise. So blieb die Arbeitslosenquote im November im Vergleich zum Oktober unverändert bei 6,5 Prozent, die Zahl der Jobsucher sank nur geringfügig um 2000 auf 2,751 Millionen. „Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im November ist üblich, er fiel in diesem Jahr aber etwas schwächer aus als in den vergangenen Jahren“, erklärte die BA. Im Vergleich zum Vorjahr waren im November sogar 38 000 Menschen mehr auf Jobsuche. Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften ging zurück. Im November waren 451 000 offene Stellen gemeldet – 41 000 weniger als vor einem Jahr.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte nach den jüngsten Zahlen vom September um 407 000 auf 29,39 Millionen zu. Sie wachse „mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt in allen Bundesländern und in den meisten Branchen – vor allem bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen“, erklärte die Bundesagentur. Jahel Mielke (mit dpa)

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