Wirtschaft : Abwärtstrend: Ausverkauf bei Technologie-Aktien

Ein schwacher Start der amerikanischen Leitbörsen und die Hängepartie bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen haben am Donnerstag den Abwärtstrend bei deutschen Technologie-Aktien verstärkt. Insbesondere der Neue Markt musste herbe Einbußen hinnehmen. Dort drückten neue Unternehmenszahlen der norddeutschen Mobilcom die Stimmung. Die Büdelsdorfer wiesen Verluste aus - wegen der Kosten für die UMTS-Lizenzen. Der Nemax 50 brach ein. Er verlor mehr als sechs Prozent auf 4176,59 Zähler. Im Handelsverlauf konnte sich die Börse jedoch wieder leicht erholen. Der Dow-Jones-Index gab in den ersten Handelsminuten in New York um 0,76 Prozent auf 10 907,06 Punkte nach. Die technologielastige Nasdaq verlor deutlich um 2,95 Prozent auf 3136,21 Zähler. Schon am Mittwoch hatte die Nasdaq stark nachgegeben. Gewinner waren traditionelle Werte aus der "Old Economy". Allgemein dominieren wieder die Befürchtungen, das Wachstum der High-Tech-Unternehmen verlangsame sich. Dahin gehende Warnungen von Siemens und Infineon bei der Präsentation ihrer Unternehmenszahlen in dieser Woche untermauerten dies. "Der Nemax 50 hat seinen Boden noch nicht gefunden", sagte Guiseppe-Guido Amato, Analyst bei Lang & Schwarz. Er hoffe aber, dass die Linie von 4200 Punkten nicht durchbrochen werde. Trotz der Rückschläge ist Amato zuversichtlich, dass es bald wieder aufwärts gehen wird. Vorher müsse sich die Nasdaq aber wieder erholen. "Die Vorgaben der Nasdaq waren sehr negativ", erklärt Stefan Henschel, Analyst beim Bankhaus Lampe. Insbesondere Großunternehmen wie Cisco (minus acht Prozent) und Sun Microsysstems (minus zehn Prozent) seien "sehr schwach" gewesen.

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