Wirtschaft : Abweichungen vom Stabilitätspakt: EU will Irland wegen hoher Inflation rügen

Irland wird aller Voraussicht nach von den EU-Staaten wegen der anhaltenden inflationären Wirtschafts- und Finanzpolitik gerügt. Sanktionen sind damit nicht verbunden. Den Vorstoß der EU-Kommission wollen die Finanzminister bei ihrem Ratstreffen am Montag unterstützen, hieß es aus diplomatischen Kreisen.

EU-Währungskommissar Pedro Solbes hat den Wirtschafts- und Finanzministerrat (Ecofin) aufgefordert, gegen Irland eine entsprechende Empfehlung auszusprechen. Ein Brüsseler Diplomat sprach aber von einem politischen Zeichen, das Wirkung zeigen werde. Die EU-Behörde hatte am 24. Januar erstmals ein Euro-Mitglied wegen Abweichungen vom Stabilitätspakt gerügt.

In Irland betrug die Inflation im vergangenen Jahr etwa 5,5 Prozent. Im übrigen Euro-Raum lag die Teuerungsrate im Durchschnitt bei 2,3 Prozent. Demgegenüber wächst die Wirtschaft auf der Insel gewaltig: Im vergangenen Jahr legte das Bruttoinlandprodukt um 10,7 Prozent zu, für dieses Jahr erwarten Prognosen ein Plus von auf mehr als acht Prozent.

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