Wirtschaft : Aerospatiale Matra stärkt Airbus-Standort Toulouse Lagardère

Im Ringen um den Standort für die Endmontage für das geplante europäische Großraumflugzeug A3XX - Toulouse oder Hamburg - will Frankreich das Airbus-Werk in Südfrankreich aufwerten. Mit Blick auf den in Seattle ansässigen Airbus-Konkurrenten Boeing betonte der Aufsichtsratsvorsitzende des französischen Airbus-Partners Aerospatiale Matra, Jean-Luc Lagardère, am Montag vor Aktionären in Paris: "Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, damit es zwei große Hauptstädte der Luftfahrt geben wird: Toulouse und Seattle." Der Vorsitzende von Aerospatiale Matra, Philippe Camus, bestätigte diese Marschrichtung: "Toulouse wird die wichtigste Hauptstadt der Luftfahrt in Europa".

Lagardère verwies allerdings gleichzeitig auf die Notwendigkeit, auch den Standort Hamburg weiter zu entwickeln: "Hamburg selbst muss ausgebaut werden und darf nicht die Position verlieren, die es heute hat." Camus wird künftig als Co-Präsident den europäischen EADS-Konzern leiten, in den Aerospatiale Matra mit den Airbus-Partnern DaimlerChrysler Aerospace (Dasa) und Casa (Spanien) verschmelzen wird.

Die Airbus-Partner wollen kommende Woche auf der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin den mit Spannung erwarteten Verkaufsstart des geplanten doppelstöckigen Superflugzeugs A3XX der Europäer verkünden. Dabei wird auch weiterer Aufschluss über den künftigen Montage-Standort des Zwölf-Milliarden-Dollar-Projekts erwartet.

Im Rennen sind noch Toulouse und Hamburg, wo die Airbus-Typen A318, A319 und A321 zusammengebaut werden. In Toulouse werden neben dem Mittelstreckenjet A320 - von dem die in Hamburg montierten Versionen abgeleitet worden sind - vor allem die Langstreckenjets A330 und A340 montiert. Die diesjährige ILA findet vom 6. Juni bis zum 12. Juni zeitgleich zur Expo 2000 statt.

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